Solingen kämpft gegen wachsende Zahl unsicherer Schwimmer an Grundschulen
Moritz NeumannSolingen kämpft gegen wachsende Zahl unsicherer Schwimmer an Grundschulen
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sicheres Schwimmen
Eine wachsende Zahl von Kindern in Solingen beendet die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Begrenztes Platzangebot in Schwimmbädern, Personalmangel und die Folgen der Pandemie haben das Problem verschärft. Nun suchen lokale Verantwortliche nach Lösungen – unter anderem durch den Einsatz von Schwimmhelfern an Schulen.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat hat vorgeschlagen, Schwimmassistenten einzusetzen, um den Unterricht zu verbessern. Diese könnten Lehrer unterstützen, kleinere Gruppen betreuen und den Kindern mehr individuelle Förderung bieten. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Sorge um die Zahl der Nichtschwimmer wächst, die jährlich Ertrinkungsgefahr droht.
Frühes und zuverlässiges Schwimmtraining gilt als lebensrettend. Doch Schwimmenlernen fördert nicht nur die Sicherheit, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen, regt zu Bewegung an und bleibt eine wichtige Fähigkeit für Kinder. Dennoch verlassen viele die Schule, ohne es erlernt zu haben.
Der Solinger Sportbund schätzt, dass jährlich rund 75.000 Euro ausreichen würden, um Schwimmassistenten an allen Schulen einzusetzen. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit ähnlichen Modellen auszuwerten, deren Wirksamkeit zu prüfen und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu sondieren. Zusätzliche Unterstützung könnte auch von externen Programmen wie "Deutschland lernt schwimmen" kommen.
Ziel des Vorschlags ist es, sicherzustellen, dass jedes Kind in Solingen die Grundschule als sicherer Schwimmer verlässt. Bei einer Umsetzung könnten die Assistenten die Belastung der Lehrer verringern und das Ertrinkungsrisiko senken. Der nächste Schritt hängt davon ab, wie die Stadt die Kosten, früheren Pilotprojekte und mögliche Finanzquellen bewertet.






