21 January 2026, 14:03

Wuppertaler Mieter frieren seit Tagen – Streit um Fernwärme eskaliert

Ein Raum mit einer Fußbodenheizung in der Mitte, umgeben von Wänden und einem Fenster im Hintergrund, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, die wahrscheinlich mit dem Heizungssystem zu tun haben.

Wuppertaler Mieter frieren seit Tagen – Streit um Fernwärme eskaliert

Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk seit fast einer Woche ohne Heizung

Seit nahezu einer Woche müssen die Bewohner des Wuppertaler ELBA Zukunftswerk ohne Heizung auskommen. Hintergrund ist ein langwieriger Streit zwischen dem Betreiber des Gebäudes und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), dem kommunalen Versorger der Stadt. Nach Jahren ungelöster Konflikte um Preise und ausstehende Rechnungen hatte WSW die Fernwärmeversorgung gekappt.

Der Disput zwischen dem ELBA Zukunftswerk und den Stadtwerken schwelt bereits seit mehreren Jahren. Im Mittelpunkt stehen die Kosten für die Fernwärme in Wuppertal sowie unbeglichene Forderungen. Kürzlich legte WSW einen neuen Vertragsentwurf für die Wärmeversorgung vor, doch der Gebäudebetreiber hat ihn bisher nicht unterzeichnet.

Die juristische Vertretung des ELBA argumentiert, die Abschaltung der Heizung sei unverhältnismäßig und treffe die Mieter unverschuldet hart. Das Landgericht Wuppertal hatte zwar in einem früheren Urteil die Preispolitik der Stadtwerke für rechtswidrig erklärt – doch dieses Urteil bezieht sich nicht direkt auf den aktuellen Konflikt. Während die Verhandlungen ins Stocken geraten, sitzen die Bewohner weiterhin ohne Wärme da. WSW besteht auf eine unterzeichnete Vereinbarung, bevor die Versorgung wiederaufgenommen wird, während das ELBA die Maßnahmen als überzogen zurückweist.

Die Heizungsmisere belastet die Anwohner weiter, da beide Seiten unnachgiebig bleiben. Die Stadtwerke betonen, dass zunächst ein neuer Vertrag abgeschlossen werden müsse, ehe die Lieferung wieder anläuft. Solange keine Einigung erzielt wird, müssen die Mieter die Folgen des Streits ertragen.