08 May 2026, 14:08

Wie ein Aachener Experiment die deutsche Energiewende vor 25 Jahren auslöste

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie ein Aachener Experiment die deutsche Energiewende vor 25 Jahren auslöste

Deutschlands Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) feiert 25-jähriges Jubiläum

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Am 1. April jährte sich das Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 25. Mal. Das Gesetz hat eine zentrale Rolle beim Ausbau sauberer Energien in Deutschland gespielt. Seine Wurzeln reichen bis zu einem kleinen, aber einflussreichen lokalen Projekt in Aachen in den frühen 1990er-Jahren zurück.

Alles begann 1992, als der Aachener Stadtrat am 30. September das sogenannte „Aachener Modell“ beschloss. Diese Initiative ermöglichte die Einspeisung von bis zu 1.000 Kilowatt Photovoltaik- und Windenergie ins Stromnetz. Bis Ende 1999 hatte die Stadt bereits rund 125 kleine Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 650 Kilowatt gefördert.

Hinter dem Konzept stand der Solarförderverein Deutschland (SFV), angeführt von dessen damaligen Geschäftsführer Wolf von Fabeck. Der SFV schlug einen festen, kostendeckenden Einspeisevergütungstarif für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde erneuerbarer Energie vor. Der erste Vertrag nach diesem Modell wurde im Juni 1995 in Aachen unterzeichnet.

Der Erfolg des lokalen Projekts ebnete den Weg für eine bundesweite Regelung. 2000 wurde das EEG schließlich in deutsches Recht überführt und 2004 novelliert. Von Fabeck blieb eine Schlüsselfigur bei seiner Entwicklung und prägte damit eine der einflussreichsten Energiewende-Politik Europas.

Das EEG veränderte die deutsche Energielandschaft grundlegend, indem es faire Vergütungen für Ökostrom garantierte. Sein 25-jähriges Erbe geht auf ein lokales Experiment zurück, das bewies: Kleine Projekte können große Veränderungen anstoßen. Noch heute unterstützt das Gesetz den Wandel hin zu einer nachhaltigen Stromerzeugung in Deutschland.

Quelle