Wie die Disco in den 1970ern die Popmusik revolutionierte
Der Aufstieg der Disco Mitte der 1970er kam für viele überraschend. Die Bewegung lehnte den Ernst des Rock ab und bot stattdessen puren, zugänglichen Spaß. Mit ihrer Einfachheit und Energie wurde die Disco sofort zum Hit.
Im Winter 1975/76 stieg ein bis dahin weitgehend unbekannter Track namens „Fly Robin Fly“ in den Charts auf. Der Song der deutschen Band Silver Convention bestand aus nur sechs Worten, die über einer treibenden Bassline wiederholt wurden. Bis zum Frühling 1976 erreichte er die Spitze der US-Charts – ein Zeichen für den internationalen Durchbruch der Disco.
Noch im selben Jahr fanden die Bee Gees mit „You Should Be Dancing“ zu ihrem typischen Sound. In München arbeitete der Produzent Giorgio Moroder derweil mit Donna Summer zusammen und schuf Klassiker wie „Love to Love You Baby“ und „I Feel Love“. Frank Farians Boney M. verband karibische Rhythmen mit Disco-Beats und landete mit Titeln wie „Daddy Cool“ große Erfolge.
1977 beherrschte die Disco die Welt. Die Veröffentlichung von „Saturday Night Fever“ festigte ihren Status als prägender Sound einer ganzen Generation. Die Bewegung hatte die Popmusik bereits revolutioniert – als Rebellion gegen die Selbstgefälligkeit des Rock und als Feier von Bewegung und Lebensfreude.
Der Einfluss der Disco blieb auch lange nach ihrem Höhepunkt spürbar. Ihre Ideen prägten spätere Künstler wie Madonna, Daft Punk, Dua Lipa und Beyoncé. Bis heute ist ihr Erbe in moderner Pop- und Tanzmusik unübersehbar.
