Warum wir ständig mit Meinungen überflutet werden – und wie wir entkommen könnten
Noah MayerWarum wir ständig mit Meinungen überflutet werden – und wie wir entkommen könnten
Meinungen gibt es überall. Ob in Talkshows oder Online-Foren – sie werden produziert und geteilt, zur kollektiven Rezeption. Der Autor stellt fest, dass es immer seltener wird, Gedanken für sich zu behalten.
Allein in der vergangenen Woche begegnete ihm eine Flut entschiedener Standpunkte zu den unterschiedlichsten Themen: vom Nahostkonflikt über Windräder bis hin zu veganen Torwarthandschuhen. Diese ständige Konfrontation mit Meinungen lässt ihn selbst an Trends wie achtsames Atmen zweifeln.
Doch was wäre, wenn die Natur selbst urteilen würde? In einer skurrilen Vorstellung bewertet eine Schlafzimmer-Kaktee sein Handeln, Mücken und Sonnenblumen fällen moralische Urteile, und sogar das Mittelmeer sortiert Urlauber nach ihrem Verhalten.
Eine gängige Theorie besagt, dass Menschen die Natur aufsuchen, weil sie nicht wertet. Doch der Autor schlägt scherzhaft eine Lösung vor, um den Meinungsüberschuss einzudämmen: Jeder dürfe nur noch drei Meinungen pro Tag äußern – jede weitere bedürfe der Genehmigung durch ein Rebhuhn.
Die Welt wird nie an Meinungen verarmen. Mit humorvollem Blick zeigt der Autor, wie allgegenwärtig sie sind und wie sehr der Druck wächst, sie kundzutun. Ob von Menschen oder einer imaginierten Natur – Meinungen bleiben unausweichlich.
