08 June 2026, 08:01

VW Logistik trotzt Lieferketten-Krisen mit kreativen Lösungen und strategischer Planung

Bereit für jede Krise, überall in der Lieferkette von Volkswagen

VW Logistik trotzt Lieferketten-Krisen mit kreativen Lösungen und strategischer Planung

Volkswagen Group Logistics kämpft mit anhaltenden Störungen in der Lieferkette – doch das Unternehmen ergreift entschlossene Maßnahmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Von Sonderflügen bis hin zur engeren Zusammenarbeit mit Zulieferern hat der Konzern in den vergangenen Jahren auf Engpässe und Verzögerungen reagiert. Nun will Simon Motter, Geschäftsführer der Sparte, die Vorbereitung auf künftige Herausforderungen verbessern.

Während des globalen Chipmangels handelte Volkswagen Group Logistics direkt. Das Unternehmen verteilte Halbleiter strategisch und setzte für jede Produktions- und Lieferstufe eigene Verantwortliche ein. Zudem erweiterte das Team die Transparenz tief in die Lieferkette hinein und verfolgte kritische Komponenten wie Batteriezellen und Rohmaterialien.

Um Engpässe bei der Fahrzeugverteilung zu entschärfen, verlagerte der Konzern Teile des Transports auf die Straße und baute die Kapazitäten für RoRo-Schiffe (Roll-on/Roll-off) aus. In extremen Fällen organisierte er sogar Sonderflüge und ließ Bauteile per Lkw aus China anliefern, um Produktionsstillstände zu vermeiden. Diese Maßnahmen halfen, den Materialfluss trotz weitreichender Störungen aufrechtzuerhalten.

Motter betonte die Belastbarkeit der Logistikmitarbeiter, die unter Druck gelassen blieben und schnell alternative Lösungen entwickelten. Das Unternehmen arbeitete eng mit externen Zulieferern und Logistikpartnern zusammen, um jede Krise im Entstehen zu bewältigen. Zwar setzt Motter weiterhin auf externe Dienstleister, doch Volkswagen investiert nun in eine bessere Kapazitätsplanung für die Fahrzeuglogistik.

Die Erfahrungen haben dem Konzern ein klareres Bild davon vermittelt, wie die Fahrzeuglogistik die Liquidität beeinflusst. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig eine stärkere Abstimmung auf allen Ebenen der Lieferkette ist.

Trotz häufiger Störungen reagiert Volkswagen Group Logistics heute strukturierter. Durch verbesserte Prognosen und eine vertiefte Zusammenarbeit mit Zulieferern will das Unternehmen künftige Krisen effizienter bewältigen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden prägend sein für das Logistik- und Produktionsmanagement der kommenden Jahre.

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