17 June 2026, 18:55

VRR-Qualitätsbericht: Solinger Schienenverkehr zwischen Fortschritt und Frust für Pendler

VRR-Report: Licht und Schatten im Schienenverkehr um die Klingenstadt

VRR-Qualitätsbericht: Solinger Schienenverkehr zwischen Fortschritt und Frust für Pendler

Der aktuelle Qualitätsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) fällt für den Schienenverkehr in Solingen gemischt aus: Während einige Linien Fortschritte verzeichnen, kämpfen andere weiterhin mit Verspätungen, Ausfällen und mangelhaftem Service für Fahrgäste.

Die S7, einschließlich der Strecke über die Müngstener Brücke, verzeichnete 2025 eine leichte Verbesserung bei der Pünktlichkeit. Die durchschnittliche Verspätung sank um 26 Sekunden auf 1 Minute und 43 Sekunden. Dennoch fielen fast 12 Prozent der geplanten Fahrten ohne Vorwarnung aus – damit gehört die Linie zu den unzuverlässigsten im VRR-Netz. Auch bei Fahrgastinformationen und Sauberkeit hinkt die S7 hinterher: In etwa 75 Prozent der Züge waren die Toiletten nicht funktionsfähig.

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Die RE7, die Köln, Solingen, Wuppertal und das Ruhrgebiet verbindet, hatte mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Starker Fernverkehr, überlastete Knotenpunkte und marode Infrastruktur verlängerten die Fahrzeiten im Schnitt um 7 Minuten und 52 Sekunden. Die RB48, die ebenfalls Solingen bedient, kam auf eine durchschnittliche Verspätung von 3 Minuten und 9 Sekunden und liegt damit im Mittelfeld der Regionalverbindungen.

Die Solinger Grünen fordern eine dringende Modernisierung der S7-Strecke. Ihr Vorschlag sieht die schnelle Einführung moderner Batterie-Elektro-Triebzüge (BEMU) vor, um Zuverlässigkeit, Komfort und Servicequalität auf der Achse Solingen–Remscheid–Wuppertal zu verbessern.

Trotz der leichten Pünktlichkeitsgewinne auf der S7 bleiben die hohe Ausfallquote und die schlechten Bedingungen für Fahrgäste bestehen. Die RE7 leidet weiterhin unter Infrastrukturengpässen und Verkehrsproblemen. Pendler in Solingen müssen auf den wichtigsten Strecken weiterhin mit häufigen Störungen rechnen.

Quelle