Viersen stärkt Erinnerungskultur mit neuer Partnerschaft für NS-Opfer-Gedenken
Felix SchneiderViersen stärkt Erinnerungskultur mit neuer Partnerschaft für NS-Opfer-Gedenken
Langjährige Partnerschaft in Viersen setzt sich für die Erinnerung an NS-Opfer ein
Die bewährte Zusammenarbeit in Viersen zur Ehrung der Opfer der NS-Zeit wird fortgeführt. Der Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) hat seine Kooperation mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre verlängert. Gemeinsam wollen sie Bildungsprojekte ausbauen und die Pflege lokaler Gedenkstätten vorantreiben – darunter die Stolpersteine der Stadt.
Die nächste Verlegung der Gedenksteine ist für Anfang 2027 in der Viersener Innenstadt geplant.
Die erneuerte Vereinbarung knüpft an Jahre der gemeinsamen Arbeit an. Manfred Budel, Vorsitzender des Vereins, dankte der Schule für ihr engagiertes Mitwirken bei Gedenkveranstaltungen, insbesondere bei der letzten Stolperstein-Verlegung in Dülken. Er betonte, wie wichtig die Einbindung der Schule sei, um das Andenken an die Opfer wachzuhalten.
An der Anne-Frank-Gesamtschule bereitet Lehrerin Corinne Flasshoff mit ihrer Projektgruppe neue Recherchen vor. Dazu gehören Besuche im Kreisarchiv sowie eine Rückkehr zur Holocaust-Gedenkstätte bei der St.-Joseph-Kirche. Julietta Breuer, stellvertretende Vereinsvorsitzende, hob hervor, dass solche Exkursionen das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für die lokale Geschichte vertiefen würden.
Auch Schulleiterin Ilka Werner unterstützt Initiativen wie die Aktion "Reinigung der Stolpersteine". Sie rief das Kollegium zur Teilnahme auf – besonders vor dem 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Durch das Engagement der Schule bleibt die Verbindung jüngerer Generationen zu dieser Geschichte lebendig.
Obwohl die genaue Zahl der im Rahmen der Partnerschaft verlegten Stolpersteine nicht dokumentiert ist, steht die Bildungs- und Erinnerungsarbeit im Mittelpunkt. Die nächste Verlegung 2027 wird ein weiterer Schritt sein, um die Schicksale der NS-Verfolgten zu bewahren.
Die verlängerte Zusammenarbeit wird es mehr Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich durch Recherchen, Gedenkstättenbesuche und die Pflege der Stolpersteine mit Viersens Vergangenheit auseinanderzusetzen. Verein und Schule planen, ihre Arbeit mindestens bis 2030 fortzuführen. Ihr Einsatz sorgt dafür, dass die lokale Geschichte für kommende Generationen sichtbar und zugänglich bleibt.






