ver.di fordert 15 Prozent mehr Lohn für 160.000 Post-Beschäftigte
Die Gewerkschaft ver.di fordert deutliche Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Deutsche Post DHL Group. Sie verlangt eine Steigerung um 15 Prozent für 160.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter sowie zusätzliche Zahlungen für Auszubildende. Die letzte Gehaltserhöhung im Rahmen der aktuellen Tarifvereinbarung betrug im Januar 2022 lediglich zwei Prozent.
Ver.di setzt sich für einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten ein, um die finanzielle Belastung der Beschäftigten zu mildern. Viele Mitarbeiter – insbesondere in den Entgeltgruppen 1 bis 3 – verdienen zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto im Monat. Da ein großer Teil ihres Nettoeinkommens für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel und Energie ausgegeben wird, sind sie besonders von der Inflation betroffen.
Die Gewerkschaft fordert zudem 200 Euro monatlich zusätzlich für Auszubildende und dual Studierende. Zudem besteht sie auf die Weiterzahlung der Postzulage für 23.000 beamtete Postmitarbeiter. Thomas Großstück, Leiter des ver.di-Fachbereichs Postdienste in Nordrhein-Westfalen, erklärte, dass flächendeckende Streiks notwendig seien, da die Arbeitgeber in den Verhandlungen bisher kein tragfähiges Angebot vorgelegt hätten.
Die Forderungen umfassen Lohnerhöhungen, Zulagen und Unterstützung für Auszubildende. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie für den Großteil der Belegschaft der Deutschen Post DHL Group gelten. Die Gewerkschaft argumentiert, dass diese Maßnahmen unerlässlich seien, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen.






