29 June 2026, 08:01

Ulrich Uibel: Solingens erster hauptamtlicher Oberbürgermeister prägte die Stadtgeschichte

Vor 25 Jahren: Uli Uibel wird erster hauptamtlicher Bürgermeister von Solingen

Ulrich Uibel: Solingens erster hauptamtlicher Oberbürgermeister prägte die Stadtgeschichte

Die politische Landschaft Solingens änderte sich Ende der 1990er-Jahre maßgeblich. Nach einer Reform der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung führte die Stadt das Amt des hauptamtlichen Oberbürgermeisters ein. Ulrich Uibel übernahm 1997 als Erster diese Position.

Die Reform der Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen im Jahr 1994 ebnete den Weg für einen direkt gewählten, hauptamtlichen Oberbürgermeister in Solingen. Franz Haug bekleidete dieses Amt als Erster und blieb bis 2009 im Amt.

Ulrich Uibel, Mitglied der SPD, gewann die Wahl zum Oberbürgermeister am 5. Juni 1997. Sein Sieg fiel mit einem knappen Vorsprung von 30 zu 28 Stimmen in der zweiten Runde aus. Offiziell trat er sein Amt am 26. Juni 1997 an – nur drei Wochen nach der Abstimmung.

Als Oberbürgermeister vereinte Uibel die Ämter des Bürgermeisters und des Stadtdirektors in einer Person. Der Rat ernannte zudem drei ehrenamtliche Stellvertreter, die ihn unterstützten: Gerd Kaimer (SPD), Bernd Krebs (CDU) und Julia Freiwald (Bündnis 90/Die Grünen). Seine Amtszeit endete 1999, nachdem er bei den Kommunalwahlen gegen Franz Haug von der CDU unterlag.

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Uibel verstarb 2020 im Alter von 66 Jahren. Noch im selben Jahr ehrte die Stadt ihn posthum mit ihrem Ehrenring.

Ulrich Uibels kurze, aber prägende Amtszeit veränderte die Führungsstruktur Solingens nachhaltig. Sein Vermächtnis wirkt bis heute nach, und viele Bürger der Stadt erinnern sich an seine Verdienste. Der 2020 verliehene Ehrenring steht als offizielle Würdigung seines Engagements.

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