09 May 2026, 14:07

Thyssenkrupp Steel revolutioniert Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff statt Kohle

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" fordert.

Thyssenkrupp Steel revolutioniert Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff statt Kohle

Thyssenkrupp Steel treibt die Wende in der deutschen Stahlproduktion voran: Kohle wird durch grünen Wasserstoff ersetzt. Mit diesem Schritt soll einer der klimaschädlichsten Industriezweige des Landes dekabornisiert werden. Das Vorhaben, das von Bund und Ländern unterstützt wird, markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Erfüllung der Klimaziele des Pariser Abkommens.

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Die deutsche Stahlbranche produziert derzeit jährlich 40 Millionen Tonnen Rohstahl. Der Sektor ist für rund acht Prozent der nationalen CO₂-Emissionen verantwortlich – vor allem wegen der kohlebefeuerter Hochöfen. Thyssenkrupp Steel, mit Sitz in Duisburg, betreibt den größten Industriekomplex Europas und stellt mit 13.500 Beschäftigten jährlich zehn Millionen Tonnen Stahl her.

Im Rahmen des Projekts tkH2Steel führt das Unternehmen Direktreduktionsanlagen ein, die statt Kohle Wasserstoff oder Erdgas nutzen. Bereits mit Erdgas lässt sich der Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren halbieren. In der ersten Phase des Projekts werden täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigt, um 2,5 Millionen Tonnen direktreduziertes Eisen zu erzeugen.

Sobald grüner Wasserstoff in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist, soll er die Kohle vollständig ersetzen. Die Umstellung entspricht dem deutschen Ziel, bis 2045 eine klimaneutrale Stahlproduktion zu erreichen. Dafür sind jedoch zusätzliche Infrastruktur und Wasserstoffquellen unverzichtbar.

Die Umstellung auf wasserstoffbasierte Stahlherstellung könnte die nationalen Emissionen deutlich senken. Thyssenkrupps Projekt setzt Maßstäbe für die Dekarbonisierung der Branche. Der Erfolg hängt davon ab, in den kommenden Jahrzehnten die Versorgung mit grünem Wasserstoff auszubauen und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten.

Quelle