22 March 2026, 12:03

Tausend Kölner demonstrieren friedlich gegen Rassismus – doch die Erwartungen blieben unerfüllt

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner mit Text und Bildern halten, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Polen, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Tausend Kölner demonstrieren friedlich gegen Rassismus – doch die Erwartungen blieben unerfüllt

Mehr als tausend Menschen gingen am Dienstag in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration fand anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung statt. Die Veranstalter hatten mit deutlich größeren Teilnehmerzahlen gerechnet – die Polizei hatte sich auf bis zu 10.000 Demonstranten eingestellt.

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Der Marsch startete am Südermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Die Teilnehmenden trugen bunte Fahnen und Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass" und forderten ein Ende der Diskriminierung. Ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly, der sich gegen die rechtspopulistische AfD richtete, war ebenfalls Teil der Kundgebung.

Zahlreiche lokale Initiativen, darunter "Köln stellt sich quer" und "Unteilbar", hatten die Kölner Bevölkerung zuvor zum Mitmachen aufgerufen. In den vergangenen Jahren hatten ähnliche Veranstaltungen in der Stadt zwischen 5.000 und 15.000 Menschen mobilisiert. So nahmen 2024 etwa 10.000 Personen am "Rhöndorf erinnert"-Marsch gegen Extremismus teil, während sich 2021 rund 8.000 Menschen an den Black-Lives-Matter-Protesten beteiligten.

In diesem Jahr blieb die Beteiligung jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Polizei bestätigte etwas mehr als 1.000 Demonstranten.

Die Kundgebung verlief friedlich, die Anwesenden positionierten sich gegen Rassismus und rechtsextreme Politik. Zwar war die Teilnehmerzahl geringer als in den Vorjahren, dennoch versammelte die Veranstaltung eine vielfältige Gruppe aus Aktivisten und Bürgerinnen und Bürgern. Zu den Gründen für die geringere Resonanz äußerten sich die Veranstalter bisher nicht.

Quelle