Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Politik und Vereine
Felix SchneiderStreit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Politik und Vereine
Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs haben zu Uneinigkeit unter lokalen Gruppen und politischen Parteien geführt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) äußert scharfe Kritik, während andere Bezirksvertreter die Änderungen unterstützen. Die Spannungen verschärften sich weiter, nachdem der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) die Möglichkeit verwehrt wurde, sich im Rat zu dem Thema zu äußern.
Die BfS argumentiert, dass die aktuellen Umgestaltungspläne zentrale Chancen ungenutzt lassen. Nach Ansicht der Gruppe wurde das Potenzial für „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem warnen sie, dass die Änderungen eine Hauptattraktion des jährlichen Ohligser Dorffests beseitigen würden.
Michael Bender, Bezirksvertreter der BfS, kritisierte die Entscheidung des Rates, die OWG von den Beratungen auszuschließen. Er betonte, dass die Perspektive der Gruppe in der Sitzung hätte gehört werden müssen. Die Weigerung, ihren Beitrag zuzulassen, unterstreicht einen Wandel in der Art und Weise, wie etablierte Parteien im Bezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid mit lokalen Stimmen umgehen.
Trotz der Einwände haben andere Fraktionen im Bezirksrat die Neugestaltung bereits befürwortet. Die Kontroverse dreht sich nun darum, ob die Pläne ökologische und gemeindenahe Belange ausreichend berücksichtigen. Die Entscheidung des Rates, ohne die Stellungnahme der OWG voranzuschreiten, hat die Gräben über die Zukunft des Kreisverkehrs weiter vertieft.
Die BfS setzt sich weiterhin für Überarbeitungen ein, mit Fokus auf Begrünungsmöglichkeiten und den Erhalt des Festcharakters. Das Ergebnis wird zeigen, wie der Bezirk künftig Entwicklung und lokale Interessen in Einklang bringt.






