SPD drängt auf schnelle Entscheidung für den Alten Bahnhof – sonst drohen Millionenkosten
Moritz NeumannSPD drängt auf schnelle Entscheidung für den Alten Bahnhof – sonst drohen Millionenkosten
Die SPD-Fraktion im Rat drängt auf zügige Entscheidungen zur Zukunft des Alten Bahnhofs. Fraktionschefin Iris Preuß-Buchholz warnt, dass weitere Verzögerungen die Kosten in die Höhe treiben, Investoren abschrecken und den Fortschritt blockieren würden. Das Projekt brauche neuen Schwung, um voranzukommen, betont sie.
Preuß-Buchholz nennt drei zentrale Risiken, falls sich das Vergabeverfahren weiter verzögert: Die Instandhaltungskosten würden steigen, die Sanierungsarbeiten ins Stocken geraten und potenzielle Investoren könnten sich zurückziehen. Gleichzeitig unterstreicht sie, dass bereits jetzt starke Interesse an der Revitalisierung des historischen Gebäudes bestehe.
Die SPD hat einen Änderungsantrag eingebracht, um das Auswahlverfahren zu beschleunigen. Darin enthalten sind Schutzklauseln wie eine Frist für den Baubeginn sowie eine Regelung, die der Stadt ein Vorkaufsrecht sichert. Zugleich wies Preuß-Buchholz Forderungen zurück, die Stadt solle den Bahnhof in Eigenregie betreiben – angesichts der Millionenkosten für dringende Reparaturen, insbesondere an der defekten Lüftungsanlage.
Zur politischen Debatte meint sie, der Bahnhof dürfe nicht zum „Spielball“ für Kritik am Oberbürgermeister werden. Falls Schuldige gesucht würden, solle man lieber frühere Stadtregierungen unter die Lupe nehmen. Die SPD fordert nun alle Ratsfraktionen auf, gemeinsam über die nächsten Schritte zu entscheiden.
Ziel des Antrags ist es, die Interessen der Stadt zu wahren und gleichzeitig das Projekt zu beschleunigen. Bei einer Zustimmung könnte das Vergabeverfahren bald starten – ein wichtiger Schritt zur Sanierung des Alten Bahnhofs. Der Vorstoß der SPD spiegelt die Sorge wider, dass weitere Verzögerungen die Kosten explodieren lassen und Chancen vertan werden.






