Solinger Kirchenkreis steht vor historischem Strukturwandel bis 2030
Charlotte SimonSolinger Kirchenkreis steht vor historischem Strukturwandel bis 2030
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen bereitet sich auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen vor. Auf einer zweitägigen Synode im November sollen Pläne zur Neuorganisation der Gemeinden, der Personalstrukturen und der Verwaltung beraten werden. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Gestaltung von Gottesdiensten und der seelsorgerischen Arbeit im gesamten Kirchenkreis neu auszurichten.
Die Herbsttagung der Synode findet am 10. und 11. November in der Evangelischen Stadtkirche Mitte statt. Den Auftakt bildet am Freitagabend um 18:00 Uhr ein Gottesdienst unter der Leitung von Dr. Holger Ueberholz. Alle Sitzungen sind öffentlich zugänglich.
Im Mittelpunkt der Beratungen stehen drei strategische Konzepte für die Kirchenmusik, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die seelsorgerischen Dienste. Diese Pläne wurden in den vergangenen 18 Monaten von Arbeitsgruppen erarbeitet, die von der Synode eingesetzt worden waren. Künftig sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchenmusik und Jugendarbeit nicht mehr nur einer einzelnen Gemeinde zugeteilt sein, sondern regional oder kirchenkreisweit tätig werden.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Aufteilung des Kirchenkreises Solingen in drei regionale Cluster. Zwar behält jede der zehn Gemeinden mindestens eine eigene Pfarrstelle, doch die Gesamtzahl der Pastorenstellen soll bis 2030 von 19 auf 12 reduziert werden. Zudem wird die Synode über eine größere Eigenständigkeit der Diakonischen Einrichtung beraten – bei gleichzeitiger Aufsicht durch den Kirchenkreis.
Die auf dieser Synode getroffenen Entscheidungen werden die Zukunft des Solinger Kirchenkreises prägen. Die neuen regionalen Strukturen, die gemeinsame Nutzung von Personalressourcen und die verringerte Zahl an Pfarrstellen spiegeln einen Wandel in der Arbeitsweise der Kirche wider. Die Ergebnisse werden maßgeblich bestimmen, wie sich Gemeinden und Angebote in den kommenden Jahren weiterentwickeln.






