Solinger Kirchenkreis plant Umstrukturierung bis 2035 mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Charlotte SimonSolinger Kirchenkreis plant Umstrukturierung bis 2035 mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat seine langfristigen Pläne für Kirchen und Gemeindegebäude über das Jahr 2035 hinaus konkretisiert. Auf einer jüngsten Synodalsitzung wurde festgelegt, welche Standorte künftig erhalten bleiben, während andere einer weiteren Prüfung unterzogen werden. Die Beschlüsse berücksichtigen dabei auch Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und zukünftige Kooperationen innerhalb einer neu ausgerichteten Kirchenstruktur.
Sechs Kirchengebäude und Gemeinschaftszentren sollen ab 2035 weiterhin genutzt werden, darunter das Kloster St. Maria in Gräfrath, St. Jakobus in Höhscheid, die Auferstehungskirche im Ittertal, die Pauluskirche in Solingen-Mitte, St. Stephanus in Wald sowie das Gemeinschaftszentrum in Hombroich. Vier weitere Standorte – die Martinskirche, die Friedenskirche, St. Johannes in Burg und ein Gebäude in Solingen-Süd – bleiben vorerst in der Diskussion, ohne dass hier bereits eine endgültige Entscheidung gefallen ist.
Auch die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Gräfrather Kirche und die Dorper Kirche sollen langfristig geöffnet bleiben. Die Stadtkirche Mitte hingegen steht bis 2027 vor einer grundlegenden Neuausrichtung, die stärker diakonische Angebote und neue spirituelle Formate in den Vordergrund rücken soll. Mindestens ein Standort wird zudem spezielle Räumlichkeiten für eigenständige Jugendaktivitäten bereitstellen.
Die Synode betonte die Klimaneutralität als zentrales Ziel: Sämtliche erhaltenen Gebäude sollen energetisch saniert werden, um Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit zu verbessern. Eine zentrale Koordinationsstelle wird diese Maßnahmen steuern. Ungeklärt bleibt jedoch die Zukunft des Standorts Rupelrath – die betroffenen Gemeinden sollen bis zum Frühjahr 2027 ein gemeinsames Konzept erarbeiten.
Darüber hinaus wurden weitergehende strukturelle Veränderungen beschlossen, darunter die geplante Fusion mit den Kirchenkreisen Niederberg und Düsseldorf-Mettmann. Diese Zusammenlegung soll zum 1. Januar 2029 in Kraft treten. Noch laufende Gespräche befassen sich damit, wie die Solinger Gemeinden auch innerhalb des erweiterten Kirchenkreises eng zusammenarbeiten können.
Die Beschlüsse der Synode sichern die Zukunft mehrerer zentraler Kirchengebäude und sehen gleichzeitig Sanierungen für Barrierefreiheit und Energieeffizienz vor. Eine endgültige Lösung für Rupelrath steht noch aus; die Gemeinden sollen bis Anfang 2027 Vorschläge einreichen. Die Fusion mit den Nachbarkirchenkreisen wird die organisatorische Struktur der Kirche in den kommenden Jahren weiter prägen.






