Solinger Delegation feiert 120 Jahre evangelische Mission in Sumatra
Eine Delegation aus Solingen reiste kürzlich nach Sumatra, um an den Jubiläumsfeierlichkeiten ihrer langjährigen Partnerkirche teilzunehmen. Der Besuch markierte das erste persönliche Treffen seit die COVID-19-Pandemie die Austauschprogramme unterbrochen hatte. Beide Seiten nutzten die Gelegenheit, um ihre ökumenischen Bindungen zu festigen und die künftige Zusammenarbeit zu planen.
Die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Solingen und der Gereja Kristen Protestan Simalungun (GKPS) in Medan und Galang reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Eine formelle Vereinbarung im Jahr 2003 bekräftigte das gemeinsame Engagement. Im Mittelpunkt der diesjährigen Reise stand das Jubiläum „120 Jahre Ankunft des Evangeliums“, das an die 1903 vom rheinischen Missionar August Theis gegründete evangelische Mission erinnerte. Heute zählt die GKPS fast 250.000 Mitglieder, die meisten in einer mehrheitlich muslimisch geprägten Region.
Die Gruppe aus Solingen nahm an den Olob-Olob-Feierlichkeiten teil – ein Begriff aus der Simalungun-Sprache für „große Freude“ – gemeinsam mit lokalen Gemeinden. Eine Partnerschaftskonferenz brachte zudem drei weitere evangelische Kirchenkreise aus Nordrhein-Westfalen und Hessen zusammen. Gemeinsam wurden bisherige Projekte bewertet und Wege zur Vertiefung der Zusammenarbeit erörtert.
Zum Abschluss des Besuchs bekräftigten alle Beteiligten ihr Bekenntnis zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Sie verpflichteten sich, künftig noch aktiver gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen und jüngere Generationen stärker in zukünftige Initiativen einzubinden.
Die Feierlichkeiten in Sumatra belebten eine durch die Pandemie unterbrochene Partnerschaft neu. Beide Seiten verließen die Veranstaltung mit konkreten Plänen, die Jugendarbeit auszubauen und Inklusion zu fördern. Die nächsten Schritte werden darauf abzielen, diese Zusagen in die Tat umzusetzen.






