Solingen rutscht im Standortranking ab – trotz starker Lebensqualität und Mittelstand
Felix SchneiderSolingen rutscht im Standortranking ab – trotz starker Lebensqualität und Mittelstand
Solingen ist im aktuellen Standortranking von Die Deutsche Wirtschaft um drei Plätze auf Rang 72 abgerutscht. Die Stadt, in der 23 der 10.000 umsatzstärksten deutschen Mittelständler ansässig sind, bleibt zwar wirtschaftlich gut aufgestellt, wird aber für mangelnde langfristige Planung kritisiert.
In den Kategorien Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Verwaltung erreichte Solingen eine Bewertung von 3,4 von 5 Punkten. Die Bemühungen um wirtschaftliche Entwicklung wurden als „befriedigend“ eingestuft. Die höchste Note – eine 1,9 – erhielt die Stadt jedoch in der Kategorie Lebensqualität, die damit unter allen Bewertungskriterien am besten abschnitt.
Die FDP-Fraktion sieht das Fehlen eines Wirtschaftsmasterplans als gravierende Schwäche. Sie fordert eine schnellere Bearbeitung von Baugenehmigungen sowie eine stärkere Digitalisierung der Verwaltungsabläufe, um die Ansiedlung von Unternehmen zu erleichtern. Zudem schlägt die Partei den Ausbau familienfreundlicher Infrastruktur vor, etwa durch bessere Kinderbetreuung und Nachmittagsangebote in Schulen, um Fachkräfte anzuziehen.
Aktuell beherbergt Solingen drei weltweite Marktführer sowie drei Unternehmen in Zukunftsbranchen. Die FDP ist überzeugt, dass die hohe Lebensqualität der Stadt gezielt genutzt werden könnte, um Fachkräfte aus anderen Regionen zu gewinnen.
Bundesweit liegt Solingen auf Platz 49 bei der Dichte erfolgreicher Mittelständler. Ohne einen Wirtschaftsmasterplan droht die Stadt jedoch weiter zurückzufallen. Die Vorschläge der FDP zielen darauf ab, bürokratische Verzögerungen abzubauen und die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Familien zu verbessern.






