05 June 2026, 15:09

Solingen plant drastische Erhöhung der Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht

MIT Solingen: Kitapolitik des Bürgermeisters gefährdet Standort und ist misogynistisch

Solingen plant drastische Erhöhung der Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht

Solingens Oberbürgermeister steht wegen Pläne zur Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren in der Kritik. Die vorgeschlagenen Preisanpassungen haben bei Wirtschaftsvertretern Empörung ausgelöst, die warnen, dass die Änderungen Familien aus der Stadt vertreiben könnten. Besonders betroffen wären berufstätige Mütter und die Mittelschicht.

Die Verwaltung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach plant, die Gebühren für Kita-Plätze in Solingen deutlich anzuheben. Laut Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Mittelstandsverbands, könnten die neuen Kosten über 400 Euro pro Kind und Monat liegen. Sie argumentiert, dass solche Beträge Solingen für viele Familien unerschwinglich machen und sie zum Wegzug zwingen würden.

Marc Westkämper, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, bezeichnete die Gebührenerhöhungen als „rückschrittliche, frauenfeindliche Politik“. Er behauptet, die Steigerungen würden Mütter davon abhalten, nach der Geburt ihrer Kinder wieder in den Beruf einzusteigen. Sowohl Steingruber als auch Westkämper werfen dem Oberbürgermeister vor, nicht ausreichend Verwaltungsausgaben gekürzt zu haben – was ihrer Meinung nach die finanzielle Belastung für Haushalte mit mittlerem Einkommen hätte verringern können.

Die geplanten Gebührenerhöhungen stoßen auf starken Widerstand bei lokalen Wirtschaftsvertretern. Sollten sie umgesetzt werden, könnten die höheren Kosten die Haushaltsbudgets von Familien und die Erwerbstätigkeit in Solingen grundlegend verändern. Das Büro des Oberbürgermeisters hat sich bisher nicht zu der Kritik geäußert.

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