Solingen plant 28-Millionen-Projekt für das Zentrum verfolgter Künste
Charlotte SimonSolingen plant 28-Millionen-Projekt für das Zentrum verfolgter Künste
Die Stadt Solingen plant den Bau sowie eine umfassende Sanierung und Erweiterung des Zentrums für verfolgte Künste und wird das Vorhaben finanzieren. Die Kosten des Projekts werden auf rund 28 Millionen Euro geschätzt, wie eine Machbarkeitsstudie der ingenhoven associates GmbH zeigt. Bürgermeister Tim Kurzbach bestätigte das Engagement der Stadt für das Vorhaben.
Am 24. November 2022 fanden im Zentrum für verfolgte Künste eine Aufsichtsratssitzung sowie eine Gesellschafterversammlung statt – beide unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Teilnehmer waren zur Vertraulichkeit verpflichtet. Falk Dornseifer, CDU-Stadtratsmitglied, nahm als Vertreter des Landesverbands Rheinland (LVR) an der Gesellschafterversammlung teil. Sebastian Haug, ebenfalls CDU-Mitglied und Landtagsabgeordneter, fehlte bei der Aufsichtsratssitzung wegen einer zeitgleich stattfindenden Plenarsitzung in Düsseldorf.
Die Pläne blieben dem weiteren Stadtrat jedoch vorenthalten. Weder dem Gremium noch den Fraktionen wurden Details vorgelegt. Zudem hatte sich der Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus seit März 2022 nicht mehr mit dem Projekt befasst oder Updates erhalten.
Erst durch ein Dokument, das für die Sitzung des LVR-Kulturausschusses am 23. Januar erstellt wurde, wurden die Pläne öffentlich bekannt. Die Studie prüfte die möglichen Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude in der Wuppertaler Straße. Über die Freigabe der Mittel entscheidet letztlich der Stadtrat mit seinen zuständigen Ausschüssen, da diese die Haushaltshoheit innehaben.
Nun muss der Stadtrat den 28-Millionen-Euro-Haushalt für Sanierung und Erweiterung beraten und bewilligen. Trotz der ursprünglichen Vertraulichkeit sind die Projektdetails inzwischen an die Öffentlichkeit gelangt. In den kommenden Sitzungen der Fachausschüsse werden voraussichtlich offizielle Diskussionen folgen.






