Solingen kämpft gegen Gewalt und Mobbing an Schulen – CDU fordert dringend Lösungen
Noah MayerSolingen kämpft gegen Gewalt und Mobbing an Schulen – CDU fordert dringend Lösungen
Gewalt, soziale Ausgrenzung und Mobbing an Schulen bereiten Solingen zunehmend Sorgen. Die dortige CDU-Fraktion hat auf die verschärfte Lage hingewiesen und verweist auf steigende Meldungen über körperliche Angriffe und Ausgrenzung unter Schülerinnen und Schülern.
Eine aktuelle akademische Studie aus Berlin kommt zu dem Ergebnis, dass viele Lehrkräfte Gewalt und Konflikte an Schulen als großes Problem wahrnehmen. Die Solinger CDU betont zwar, dass die Situation in der Hauptstadt nicht eins zu eins auf ihre Stadt übertragbar sei, der Trend sei jedoch bundesweit zu beobachten und erfordere dringend Aufmerksamkeit.
Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Simone Lammert, bezeichnete die Erkenntnisse als „Weckruf“. Besonders besorgniserregend sei die Lage an Grundschulen. Um gegenzusteuern, hat die CDU in Solingen bereits mit Eltern, Lehrkräften und Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern Gespräche geführt. Dabei zeigten sich Defizite bei der Konfliktlösung, eine abnehmende Toleranz sowie zunehmendes Mobbing in Kitas und Schulen der Stadt.
Im April reichte die Fraktion eine detaillierte Anfrage an die Stadtverwaltung zu Konfliktbewältigung und Mobbingprävention ein – bisher ohne Antwort. Nach den Sommerferien will die CDU nun umfangreiche Beratungen im Schulausschuss und im Jugendhilfeausschuss vorantreiben. Ziel ist es, gemeinsame Maßnahmen für eine bessere Konfliktkultur und wirksame Anti-Mobbing-Strategien zu entwickeln.
Die CDU unterstreicht zudem die zentrale Rolle von Schulsozialarbeit bei der Bewältigung dieser Probleme. Sie fordert das Land Nordrhein-Westfalen auf, die finanzielle Unterstützung für diese Stellen in Solingen zu erhöhen.
Mit Ausschussdebatten und verbesserten Fördermitteln für Schulsozialarbeiter will die Partei die eskalierende Gewalt und das Mobbing an Solinger Schulen angehen. Auf die Antwort der Stadtverwaltung zu ihrer Anfrage wartet die CDU weiterhin.
