Solingen gründet neues Büro gegen Armut nach erster Konferenz der Stadt
Charlotte SimonSolingen gründet neues Büro gegen Armut nach erster Konferenz der Stadt
In Solingen ist nach der ersten Armutskonferenz der Stadt ein neues Büro der Armutskonferenz eingerichtet worden. Die Initiative soll den Schwung zwischen den jährlichen Veranstaltungen aufrechterhalten und konkrete Projekte vorantreiben. Sie arbeitet als zivilgesellschaftliches Vorhaben – unabhängig von der politischen Armutsbekämpfung.
Die erste Sitzung des Büros fand im Mehrgenerationenhaus in der Van-Meenen-Straße statt. Zum Sprecher wurde Horst Koss gewählt, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen sozialen Milieus und bringen eigene Erfahrungen mit den Herausforderungen benachteiligter Gruppen ein.
Vertreten sind unter anderem Organisationen aus den Bereichen Arbeitslosenhilfe, Wohnungsnotenfallhilfe, lokale Initiativen sowie Migrantenselbstorganisationen. Unterstützung erhält das Büro von der Stadtverwaltung, etwa durch den Sozialdezernenten Jan Welzel und Heike Auer aus der Strategischen Planung (Demografie/Inklusion).
Um zügig Fortschritte zu erzielen, will das Büro Entscheidungsprozesse vereinfachen und eine Datenbank mit bestehenden Hilfsangeboten aufbauen. Alle vier Wochen sind Treffen geplant, um Maßnahmen umzusetzen und sich für von Armut Betroffene einzusetzen.
Das Büro soll die Lücke zwischen den Konferenzen schließen und sich auf greifbare Ergebnisse konzentrieren. Durch die vielfältige Zusammensetzung und eine strukturierte Vorgehensweise soll die Unterstützung für vulnerable Gruppen in Solingen gestärkt werden. Erfolg verspricht sich die Initiative durch Zusammenarbeit und klare Abläufe.
