24 June 2026, 00:01

Solingen fordert faire Finanzierung der Notfallversorgung ohne Kompromisse bei der Qualität

Streit um die Einsätze von Rettungswagen: Wer zahlt für die 'Fehlalarme' in Solingen?

Solingen fordert faire Finanzierung der Notfallversorgung ohne Kompromisse bei der Qualität

Solingen wehrt sich gegen Vorwürfe, dass Kommunen durch den eigenmächtigen Ausbau von Leistungen die Kosten in der Notfallversorgung in die Höhe treiben. Die Stadt betont, dass die aktuelle Debatte über die Finanzierung nicht allein zu Lasten der Gemeinden gehen dürfe.

Der Stadtrat begrüßt zwar die geplanten Reformen im Rettungsdienst, besteht jedoch darauf, dass alle Leistungen vollumfänglich erstattet werden müssen. Beamte warnen, dass die vorgesehene Qualitätsprüfungsphase nicht als Instrument zur Kostensenkung anstatt zur Verbesserung der Versorgung genutzt werden dürfe.

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Solingen unterstreicht, dass in der Notfallversorgung die schnelle Hilfe Vorrang vor finanziellen Erwägungen haben müsse. Heute übernehmen Rettungswagen weit mehr als nur den Patiententransport – oft leisten sie bereits vor Ort medizinische Behandlungen, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Solche Einsätze, mitunter als „Fehlalarme“ abgestempelt, zeigen, wie sich die Rolle der Rettungsdienste wandelt.

Für 2026 wurde zwar eine vorübergehende Finanzierungslösung vereinbart, doch das grundsätzliche Problem der langfristigen Notfallversorgungs-Finanzierung bleibt ungelöst. Die Stadt fordert eine gemeinsame Überprüfung mit allen Beteiligten, um Verantwortung, Standards und Kosten in Einklang zu bringen.

Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern eine schnelle, zugängliche und hochwertige Notfallversorgung zu garantieren. Solingen plädiert für einen kooperativen Ansatz, der eine faire Finanzierung sichert und verhindert, dass Kommunen einen unangemessenen Teil der finanziellen Last tragen müssen.

Quelle