Skyr-Knappheit in Supermärkten: Warum das Trend-Produkt plötzlich fehlt
Moritz NeumannSkyr-Knappheit in Supermärkten: Warum das Trend-Produkt plötzlich fehlt
Skyr wird in deutschen Supermärkten knapp – warum das isländische Milchprodukt plötzlich Mangelware ist
Seit einigen Monaten ist Skyr in deutschen Supermärkten schwerer zu finden. Die plötzliche Knappheit folgt auf einen starken Nachfrageanstieg, angetrieben durch Social-Media-Trends und gezielte Marketingkampagnen. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram fragen sich Verbraucher zunehmend, warum die Regale oft leer sind.
Der Absatz des isländischen Joghurtprodukts ist im vergangenen Jahr regelrecht explodiert. Laut Daten stieg der Verkauf in den zwölf Monaten bis Februar 2026 um 43,1 Prozent – nach einem Wachstum von 30,2 Prozent im Vorjahr. Trends wie der Skyr-Lotus-Käsekuchen oder Proteinmischungen mit Energydrinks haben die Nachfrage zusätzlich befeuert.
Große Handelsketten wie Rewe, Edeka, Kaufland, Lidl und Aldi Nord melden schwankende Lagerbestände. Einige Filialen kämpfen mit vorübergehenden Engpässen, andere kommen mit der Kundennachfrage kaum nach. Arla, einer der Hauptproduzenten, produziert bereits am Limit und prüft Möglichkeiten, die Kapazitäten auszuweiten.
Doch nicht nur die hohe Nachfrage ist schuld an der Knappheit. Auch Lieferkettenprobleme – etwa bei Rohstoffen und Verpackungen – spielen eine Rolle. Arla rechnet nach Ostern mit einer gewissen Entspannung, da die Bemühungen zur Stabilisierung der Versorgung anhalten.
Verärgerte Kunden kritisieren unterdessen Influencer, die das Produkt übermäßig gehypt hätten. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) schlägt als praktische Alternative für alle, die keinen Skyr finden, fettarmen Quark vor.
Die Skyr-Knappheit zeigt, wie schnell Ernährungstrends Lieferketten durcheinanderbringen können. Die Hersteller arbeiten daran, die Nachfrage zu bedienen, doch Verbraucher müssen vorerst möglicherweise auf Ersatzprodukte ausweichen. In den kommenden Wochen könnte sich die Lage zwar etwas entspannen, doch regional könnte die Verfügbarkeit weiterhin ungleich bleiben.