Schadowstraße in Düsseldorf: Sicherheitsmängel gefährden Fußgänger und Radfahrer
Moritz NeumannSchadowstraße in Düsseldorf: Sicherheitsmängel gefährden Fußgänger und Radfahrer
Sorgen um Sicherheit auf der Schadowstraße in Düsseldorf wachsen
Sowohl Fußgänger als auch Radfahrer zeigen sich unzufrieden mit der aktuellen Gestaltung der Schadowstraße und verweisen auf Risiken sowie schlechte Sichtverhältnisse. Aktivisten fordern die Stadt nun auf, endlich zu handeln, bevor es zu weiteren Unfällen kommt.
Die Probleme auf der Schadowstraße bestehen bereits seit Jahren. Seit 2021 organisiert der Verein Düsseldorf FUSS e.V. Demonstrationen, um eine Neugestaltung des Verkehrsflusses zu fordern. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat das Thema in der städtischen Fahrradkommission angesprochen – doch bisher gab es keine Verbesserungen.
Ende Juni 2022 wurde ein Kind nach einer Kollision mit einem Radfahrer auf der Straße ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vorfall unterstrich die anhaltenden Gefahren, insbesondere im Bereich des nur vier Meter breiten Radwegs zwischen der Berliner Allee und der Tonkalleestraße. Radfahrer beschreiben die Spur als kaum sichtbar, während Fußgänger oft ohne Blick auf herannahende Fahrräder die Straße überqueren.
Verkehrsdezernent Jochen Kral hatte zuvor zugesagt, die Sichtbarkeit des Radwegs zu verbessern – doch bis heute wurden keine Änderungen umgesetzt. Norbert Zeitz vom Düsseldorfer Seniorenrat warnt, dass das aktuelle Design voraussichtlich zu weiteren Unfällen führen werde, wobei Fußgänger besonders gefährdet seien.
Der ADFC und FUSS e.V. haben sich nun zusammengeschlossen, um Lösungen voranzutreiben. Sie hoffen, dass die Stadt auf die dokumentierten Risiken reagiert und längst überfällige Sicherheitsmaßnahmen ergreift. Ohne Eingreifen befürchten die Aktivisten weitere Zusammenstöße.
