Rheinmetall-Chef nutzt "Schwarzen Montag" für kühnen Aktienkauf und stoppt Kurssturz
Noah MayerRheinmetall-Chef nutzt "Schwarzen Montag" für kühnen Aktienkauf und stoppt Kurssturz
„Schwarzer Montag“ lässt Rheinmetall-Aktie um 27 Prozent abstürzen – doch der Chef kontert mit einer kühnen Aktion
Ein plötzlicher Börsencrash am „Schwarzen Montag“ ließ die Aktie von Rheinmetall um 27 Prozent einbrechen. Der Kurssturz folgte auf die verschärfte Zollpolitik der USA, die weltweit für Verunsicherung sorgte und Zweifel an der Verlässlichkeit Amerikas als Handelspartner schürte. Doch schon wenige Tage später erholte sich der Wert des Rüstungskonzerns deutlich – befeuert durch einen überraschenden Schritt des eigenen Vorstandsvorsitzenden.
Besonders hart traf der Einbruch die Rüstungsbranche, zu der auch Rheinmetall zählt. Diese Unternehmen sind in hohem Maße auf stabile internationale Handelsbeziehungen angewiesen, doch die neuen Zölle drohten, langjährige Abkommen zu gefährden. Bereits früher im Jahr hatte CEO Armin Papperger zu einem Dialog mit Donald Trump aufgerufen, um die transatlantischen Beziehungen zu schützen. Doch mit steigenden Spannungen wuchs auch die Marktunsicherheit.
Am „Schwarzen Montag“ rutschte die Rheinmetall-Aktie auf den tiefsten Stand seit Februar. Noch am selben Tag griff Papperger ein: Er kaufte 669 eigene Aktien zum Schnäppchenpreis – zwischen 1.058 und 1.065 Euro pro Stück. Die gesamte Transaktion belief sich auf rund 710.000 Euro.
Bereits am folgenden Dienstag schnellte der Kurs wieder auf etwa 1.300 Euro pro Aktie hoch. Pappergers gut getimtes Investment brachte ihm innerhalb von nur 24 Stunden einen Buchgewinn von rund 160.000 Euro ein. Trotz der Turbulenzen hatte sich der Rheinmetall-Kurs seit Jahresbeginn bereits um etwa 117 Prozent erhöht – doch Zweifel an der künftigen Stabilität blieben.
Die rasche Erholung milderte zwar die Sorgen, doch die Episode zeigte einmal mehr, wie riskant die wechselhafte Handelspolitik für Unternehmen ist. Rheinmetalls Chef nutzte den Kursrutsch, um Vertrauen in die langfristigen Aussichten des Konzerns zu stärken. Gleichzeitig unterstrich die Markt Reaktion, wie anfällig Rüstungsfirmen nach wie vor für geopolitische Spannungen sind.






