Rewe-Chef Souque greift Lindt und Mondelez wegen hoher Schokoladenpreise an
Noah MayerRewe-Chef Souque greift Lindt und Mondelez wegen hoher Schokoladenpreise an
Rewe-Chef Lionel Souque hat große Schokoladenmarken scharf kritisiert, weil diese die Preise hochhalten – obwohl die Rohstoffkosten sinken. Hersteller wie Lindt und Mondelez hätten die Ersparnisse seiner Meinung nach nicht schnell genug an die Verbraucher weitergegeben. Seine Äußerungen fielen mit der Ankündigung von Rewe zusammen, die Preise für günstige Schokoladentafeln selbst zu senken.
Souque verwies auf die Kakaopreise als deutliches Beispiel: Obwohl diese zunächst stark gestiegen und später wieder gefallen seien, blieben Markenschokoladen teuer. Besonders kritisierte er die Milka-Alpenmilch-Tafel, deren Größe reduziert worden sei, während der Preis gleichgeblieben sei.
Rewe geht bei den eigenen Produkten einen anderen Weg. Der Händler senkte den Preis seiner Einstiegs-Schokoladentafel zunächst auf 89 Cent, später weiter auf 79 Cent. Souque betonte, dass Preisanpassungen die gesamte Produktpalette im Blick haben müssten – nicht nur einzelne Artikel.
Zur Mehrwertsteuersenkung erklärte er, Rewe werde die Preise im Durchschnitt anpassen – allerdings nicht bei jedem einzelnen Produkt. Ziel sei es, die Ersparnisse über das gesamte Sortiment hinweg auszugleichen, statt jede Position einzeln anzupassen.
Souques Aussagen unterstreichen die Kluft zwischen sinkenden Rohstoffkosten und den Einzelhandelspreisen für Markenware. Während Rewe selbst die Preise senkt, setzen große Hersteller auf eine andere Strategie. Das Unternehmen plant, Steuerentlastungen in der Gesamtpreispolitik widerzuspiegeln – wenn auch nicht einheitlich bei allen Produkten.






