Razzia an Heiligabend: NRW geht gegen Schwarzarbeit und Clankriminalität vor
Felix SchneiderRazzia an Heiligabend: NRW geht gegen Schwarzarbeit und Clankriminalität vor
Überraschungskontrolle an Nikolaustag: Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in NRW
An Heiligabend führte eine großangelegte Kontrollaktion in mehreren Kreisen Nordrhein-Westfalens gezielte Überprüfungen auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung durch. Behörden kontrollierten 111 Personen in Cafés, Shisha-Bars und ähnlichen Betrieben. An der Aktion beteiligten sich Zoll, Polizei und örtliche Ordnungsdienste, die gemeinsam Verstöße im Zusammenhang mit Clankriminalität aufdecken wollten.
Die Leitung oblag dem Hauptzollamt Krefeld, das den Fokus auf die Städte Krefeld, Mönchengladbach, Viersen sowie den Rhein-Kreis Neuss richtete. Die Prüfer untersuchten die Einhaltung des Mindestlohngesetzes, der Sozialversicherungspflicht sowie illegale Beschäftigungspraktiken. Zudem standen Scheinselbstständigkeit und sogenannte „Leistungsbetrug“ im Visier der Ermittler.
Im Rahmen der Aktion wurden zwei Personen aufgrund ausstehender Haftbefehle festgenommen. In Krefeld nahm die Polizei drei Männer in einem Café vorläufig fest, nachdem sie keine gültigen Aufenthaltstitel vorweisen konnten. Zudem deckten die Beamten Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz, das Glücksspielgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz und das Betäubungsmittelgesetz auf – neben diversen Verkehrsdelikten.
Von den 111 überprüften Personen wiesen 29 Fälle erste Unstimmigkeiten auf, die nun vom Zoll weiter geprüft werden. Bei 16 Beschäftigten gibt es Hinweise auf vorenthaltene Löhne, in sieben Fällen wird der Verdacht auf Mindestlohnverstöße geprüft. Fünf Arbeitgeber sollen pflichtgemäße Meldungen unterlassen haben. Ein Betrieb wurde angezeigt, weil er ohne die erforderliche Konzession arbeitete.
Die Kontrollen förderten ein breites Spektrum an Arbeitsrechtsverstößen und Ordnungswidrigkeiten zutage. Die Behörden werden die 29 auffälligen Fälle nun auf mögliche rechtliche Konsequenzen prüfen. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und organisierte Kriminalität in der Region einzudämmen.
