NRW streicht Wohneigentumsförderung – Traum vom Eigenheim platzt für Hunderte Familien
Moritz NeumannNRW streicht Wohneigentumsförderung – Traum vom Eigenheim platzt für Hunderte Familien
Wohneigentum in Deutschland wird für viele Familien immer unerschwinglicher. Steigende Steuern und Abgaben machen den Hauskauf zunehmend schwieriger – obwohl die meisten Menschen lieber ein Eigenheim besitzen würden als zur Miete zu wohnen. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Lage weiter verschärft, nachdem die Landesregierung ein beliebtes Förderprogramm ohne Vorwarnung gestrichen hat.
Das NRW-Wohneigentumsprogramm unterstützte Käufer mit bis zu 10.000 Euro beim Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung. Allein in Solingen erhielten seit 2022 insgesamt 419 Haushalte Fördergelder in Höhe von 2,889.156 Euro – im Schnitt rund 6.895 Euro pro Familie. Die regierende Koalition hatte zugesichert, das Programm so lange fortzuführen, bis die Mittel aufgebraucht seien.
Doch die Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) setzte dem Förderprogramm abrupt ein Ende. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, kritisierte diesen Schritt als Teil eines größeren Trends, der den Erwerb von Wohneigentum zunehmend erschwere. Nordrhein-Westfalen erhebt ohnehin bereits die höchste Grunderwerbsteuer Deutschlands – eine zusätzliche finanzielle Belastung für Käufer.
Die Streichung des Förderprogramms gilt als gebrochene Zusagen. Sie entzieht potenziellen Eigentümern eine wichtige finanzielle Stütze. Angesichts steigender Kosten und schrumpfender Unterstützung rückt der Traum vom Eigenheim für viele im Land in weite Ferne.






