NRW setzt auf neue Straßenmarkierungen für mehr Motorradsicherheit
Nordrhein-Westfalen weitet den Einsatz spezieller Straßenmarkierungen zur Verbesserung der Motorradsicherheit aus. Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte an, dass im Kreis Euskirchen zwei weitere Strecken mit den Markierungen ausgestattet werden. Der Schritt folgt einem erfolgreichen Pilotprojekt, das die Unfallzahlen auf einer besonders gefährlichen Straßenstrecke deutlich reduzierte.
Die weißen elliptischen Markierungen leiten Motorradfahrer durch enge Kurven, helfen ihnen, sicherere Geschwindigkeiten zu halten und eine bessere Position auf der Straße einzunehmen. Österreich führte ähnliche Maßnahmen bereits 2016 an acht Unfallschwerpunkten ein – mit Erfolg: Die Zahl der Verletzten bei Unfällen sank dort um 42 bis 56 Prozent.
Deutschlands erster Test der Markierungen fand auf der Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt statt. Über drei Jahre hinweg gab es auf dieser Strecke keine schweren Unfälle. Der Erfolg des Systems veranlasst nun eine schrittweise Ausweitung, auch wenn die genauen Zahlen für 2024 noch nicht feststehen.
Ziel der Erweiterung ist es, Motorradunfälle in gefährlichen Kurven zu verringern. Im Kreis Euskirchen werden zwei weitere Routen mit den Markierungen versehen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Maßnahme ähnliche Sicherheitseffekte erzielt wie in Österreich und beim deutschen Pilotversuch.






