New York feiert Robert Rauschenbergs revolutionäres Erbe zum 100. Geburtstag
Charlotte SimonNew York feiert Robert Rauschenbergs revolutionäres Erbe zum 100. Geburtstag
New York feiert den 100. Geburtstag von Robert Rauschenberg mit einer Welle von Ausstellungen und Aufführungen. Die Stadt blickt zurück auf die Ära, in der er und andere Künstler verlassene Lagerhallen am Wasser zu kreativen Zentren umgestalteten. Zu den Festlichkeiten gehören eine Hommage der Trisha Brown Dance Company sowie große Schauen im Guggenheim-Museum und im Museum of the City of New York.
Die Jubiläumsausstellung im Guggenheim präsentiert Barge, ein monumentales Collage-Werk, das Rauschenberg 1963 schuf. Die chaotische, vielschichtige Arbeit spiegelt die Energie New Yorks in seiner Zeit wider. Sein Vermögen, Kunst neu zu definieren, brachte ihm den Ruf ein, der innovativste Künstler seiner Generation zu sein.
Im Museum of the City of New York widmet sich eine separate Schau seiner Fotografie. Diese Bilder waren nicht nur eigenständige Werke – sie dienten als Vorlagen für seine Siebdrucke und Collagen. Rauschenberg sammelte oft Gegenstände von der Straße und veränderte sogar täglich Bühnenbilder für Aufführungen.
Seine Zusammenarbeit mit Merce Cunningham führte zu seinem ersten Combine – einer Mischung aus Malerei und Skulptur mit gefundenen Materialien. Später entwarf er Bühnenbilder und Kostüme für Dancing with Bob, eine Produktion, an der auch der Komponist John Cage mitwirkte. Kürzlich brachte die Trisha Brown Dance Company dieses Stück im Rahmen der Jahrhundertfeiern wieder auf die Bühne.
Die Veranstaltungen ehren Rauschenbergs Erbe und rufen die avantgardistische Blütezeit New Yorks in den 1960er- und 70er-Jahren in Erinnerung. Sein Werk verwischte die Grenzen zwischen Kunst, Performance und Alltag. Die Hommagen der Stadt zeigen, wie sein experimenteller Ansatz Künstler bis heute prägt.






