Neue Schlaganfall-Station in Solingen: Erleichterung mit finanziellen Hürden
Moritz NeumannNeue Schlaganfall-Station in Solingen: Erleichterung mit finanziellen Hürden
Das Städtische Klinikum Solingen wird nun eine völlig neue neurologische Abteilung mit einer Schlaganfall-Station errichten, nachdem Pläne zur Verlegung der Dienste nach Hilden verworfen wurden. Das Projekt kommt für lokale Verantwortungsträger als Erleichterung, bringt aber auch erhebliche finanzielle und logistische Herausforderungen mit sich. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz begrüßt die Entscheidung, kritisiert jedoch gleichzeitig Verzögerungen und politische Untätigkeit.
Die Kplus-Gruppe hatte zuvor vorgeschlagen, die Schlaganfall-Station nach Hilden zu verlegen – ein Plan, den Preuß-Buchholz als „realitätsfremd für eine Stadt von der Größe Solingens“ bezeichnete. Sie wies die scharfe Kritik der Gruppenführung zurück und nannte deren Äußerungen „peinlich und empörend“. Stattdessen betonte sie, dass das Solinger Krankenhaus bereits alle Standards für erstklassige Diagnostik und Behandlung erfülle.
Preuß-Buchholz fordert nun klare finanzielle Unterstützung von der Landesregierung. Sie argumentiert, dass Investitionen in Millionenhöhe unverzichtbar seien, fragt sich jedoch, wo der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Haug während der Krise geblieben sei. Ihrer Meinung nach hätte er die Gesundheitsversorgung in Solingen längst zur Priorität machen müssen.
Während die SPD-Fraktion die Entscheidung als „positiven Fortschritt“ bewertet, machte Preuß-Buchholz deutlich, dass die Schuld für die Situation nicht bei einer einzelnen Partei liege. Sie wies Vorwürfe zurück, wonach das Krankenhaus, der Oberbürgermeister, die SPD- und Grüne-Ratsfraktionen oder sogar der SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann allein verantwortlich seien. Nun gelte es, die Finanzierung zu sichern und die neue Abteilung so schnell wie möglich fertigzustellen.
Die neue neurologische Abteilung und Schlaganfall-Station erfordern erhebliche Investitionen und einen zügigen Bau. Preuß-Buchholz betont, dass das Land mit konkreter finanzieller Unterstützung einspringen müsse. Ohne diese drohe dem Solinger Gesundheitssystem trotz des jüngsten Durchbruchs weitere Belastung.






