Münsteraner Waldrodung für Firmenausbau sorgt für politischen Streit mit den Grünen
Noah MayerMünsteraner Waldrodung für Firmenausbau sorgt für politischen Streit mit den Grünen
Ein Münsteraner Tiefbauunternehmen drängt auf die Erweiterung seines Geländes um 2,5 Hektar. Der Plan sieht die Rodung eines Mischwaldes vor – und stößt damit auf Widerstand der örtlichen Grünen. Die Partei argumentiert, der Wald sei unverzichtbar für Naherholung, Klimaschutz und als Lebensraum für Wildtiere.
Der bedrohte Wald beherbergt alte Laubbäume und Douglasien, die Brutstätten für Höhlenbrüter bieten. Zudem wirkt er als Staubbarriere und schützt nahegelegene Kasernen vor Luftverschmutzung. Sein Verlust könnte Anwohner und die Bundeswehr vor Probleme stellen.
Die Grünen kritisieren das Vorgehen des Rates scharf: Nur drei Ausschussmitglieder hätten die Fläche vor der Freigabe der Rodung besichtigt. Die Partei fordert nun alle Stadträte auf, den Wald persönlich in Augenschein zu nehmen, bevor über die Pläne entschieden wird.
Betont wird zudem, dass eine vollständige Renaturierung des Waldes kaum möglich sei. Aufforstung dauere Jahrzehnte, und der Verlust von Mikroorganismen würde das Ökosystem dauerhaft schädigen. Um die öffentliche Unterstützung zu mobilisieren, wollen die Grünen in den kommenden Tagen eine Petition auf OpenPetition starten.
Mit dem Erweiterungsvorhaben würde ein Wald verschwinden, der sowohl als Tierhabitat als auch als Puffer gegen Schadstoffe dient. Die Petition der Grünen zielt darauf ab, den breiten Widerstand gegen die Abholzung zu zeigen. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob der Rat die Fläche noch einmal begutachtet und die vorgebrachten ökologischen Bedenken berücksichtigt.






