Münster plant neue Fußgängerzone für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Charlotte SimonMünster plant neue Fußgängerzone für mehr Sicherheit und Lebensqualität
In Münsters Innenstadt könnte bald eine neue Fußgängerzone entstehen. Die SPD schlägt vor, Teile der Wilhelm-Bockelmann-Straße, den Heinrich-Peters-Platz sowie Abschnitte des Veestherrnwegs für den Autoverkehr zu sperren. Die Behörden prüfen den Plan nun, um die Sicherheit und Attraktivität des Gebiets zu verbessern.
Im Fokus steht die Wilhelm-Bockelmann-Straße, wo Autofahrer häufig die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten. Anwohner klagen über laute Sportwagen und rücksichtsloses Verhalten, das Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Eine Fußgängerzone könnte diese Risiken verringern – und das bei geringen Kosten.
Der SPD-Vorschlag umfasst auch Teile des Veestherrnwegs, wobei die Zone jedoch erst an einem Punkt beginnen soll, der die Parkplätze von Münster-Touristik erhält. Wochenmärkte könnten weiterhin stattfinden, und Lieferfahrzeuge für lokale Geschäfte blieben von den Einschränkungen ausgenommen.
Die Stadtverwaltung zeigt sich aufgeschlossen. Derzeit wird eine Vorlage für die nächste Ratssitzung erarbeitet. Harved Scheiger von den Grünen forderte, die Geschäftsinhaber einzubinden und vor einer endgültigen Entscheidung die öffentliche Meinung einzuholen.
Stefan Sorge von der Münster-Union nannte den Vorschlag eine „lohnende Idee“, schlug aber vor, am Walter-Erbes-Platz zeitlich begrenztes Parken wieder einzuführen, um Zugang und Komfort in Einklang zu bringen.
Sollte der Plan genehmigt werden, zielt die Fußgängerzone darauf ab, Verkehrsgefahren zu reduzieren und die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Die nächsten Schritte hängen von der Prüfung durch den Rat und der Bürgerbeteiligung ab. Eine endgültige Entscheidung wird nach weiteren Beratungen fallen.






