MIT Solingen nennt EU-Verbrennerverbot 2035 einen "Fehltritt" mit gravierenden Folgen
Noah MayerMIT Solingen nennt EU-Verbrennerverbot 2035 einen "Fehltritt" mit gravierenden Folgen
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen hat sich gegen die Pläne des Europäischen Parlaments ausgesprochen, den Verkauf neuer Verbrennerautos in der EU ab 2035 zu verbieten. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der Organisation, bezeichnete die Entscheidung als „Fehltritt“, der Fortschritte bei synthetischen Kraftstoffen gefährde.
Die MIT Solingen ist Teil des größten wirtschaftsnahen Verbandes Deutschlands mit Parteibindung. Sie setzt sich für die soziale Marktwirtschaft ein und wirbt für praxisnahe Wirtschaftspolitik.
Steingrüber kritisierte die Abstimmung scharf und warnte, sie missachte das Prinzip der Technologieoffenheit. Ein Verbot moderner Verbrennungsmotoren schließe die Nutzung klimafreundlicher flüssiger Kraftstoffe in Neufahrzeugen aus, so ihre Argumentation. Aus ihrer Sicht treibe die linke Mehrheit Europa in ein „Elektro-Chaos“, da bis 2035 weder die Ladeinfrastruktur noch die Stromversorgung ausreichend ausgebaut seien.
Die Vereinigung fordert nun die Ampelkoalition auf, den Plan auf Ebene der Mitgliedstaaten abzulehnen. Dies würde Automobilherstellern ermöglichen, ihre entwickelten Technologien auf den Markt zu bringen.
Der Verband sieht in dem Verbot eine Innovationsbremse für synthetische Kraftstoffe und warnt vor logistischen Herausforderungen bei der Umsetzung des 2035-Ziels. Nun liege es an der Bundesregierung, den Vorschlag noch einmal zu überdenken.
