Millionenschmuggel: Zoll stoppt illegale E-Zigaretten-Lieferung in Köln
Charlotte SimonMillionenschmuggel: Zoll stoppt illegale E-Zigaretten-Lieferung in Köln
Zollbeamte in Köln haben eine Großrazzia gegen verbotene E-Zigaretten und unversteuerte E-Liquids durchgeführt. Die illegale Lieferung im Wert von über einer Million Euro wurde in einem rumänischen Lkw entdeckt, der durch Deutschland unterwegs war. Die beschlagnahmte Ware umfasste rund 45.000 verbotene Vaping-Geräte sowie mehr als 1.100 Liter E-Liquid ohne die vorgeschriebenen Steuerkennzeichen.
Die Entdeckung erfolgte am 21. Mai 2025, als die Behörden einen Lastwagen kontrollierten, der von Paris aus unterwegs zu Zielen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen war. Im Inneren fanden sie 222 Kartons, verteilt auf sieben Paletten, die ausschließlich illegale E-Zigaretten und E-Liquids enthielten. Keines der Produkte trug die erforderlichen Steuerplaketten, weshalb sie beschlagnahmt wurden.
Seit dem 1. Juli 2022 unterliegen nikotinhaltige E-Liquids in Deutschland der Tabaksteuer. Der Steuersatz stieg zu Beginn des Jahres 2025 auf 0,26 Euro pro Milliliter. Die Beamten schätzen, dass durch diese Lieferung allein Steuern in Höhe von fast 300.000 Euro hinterzogen wurden.
Das Zollfahndungsamt Essen hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Zwar kommt es immer wieder zu kleineren Beschlagnahmungen, doch eine vergleichbar groß angelegte Schmuggelaktion mit illegalen E-Zigaretten oder unversteuerten E-Liquids gab es in Deutschland im vergangenen Jahr nicht.
Die beschlagnahmte Ware bleibt vorerst in Gewahrsam, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Bisher wurden keine Details zu möglichen Verdächtigen oder weiteren Maßnahmen der Strafverfolgung bekannt gegeben. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Steuerhinterziehung und den illegalen Handel mit Vaping-Produkten zu bekämpfen.