22 March 2026, 06:03

Merkur startet Großoffensive auf dem nordamerikanischen Automatenmarkt

Eine Reihe von Spielautomaten zum Verkauf in einem Casino, mit Stühlen auf dem Boden und Deckenleuchten.

Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet Großoffensive auf dem nordamerikanischen Automatenmarkt

Der deutsche Glücksspielkonzern Merkur expandiert mit einer großen Offensive in den nordamerikanischen Automatenmarkt. Das Unternehmen, das weltweit bereits über 100.000 Geräte betreibt, plant, künftig jährlich Tausende Spielautomaten in die USA und nach Kanada zu liefern. Dieser Schritt folgt der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025.

Das Wachstumskonzept von Merkur basiert auf seinem deutschen Produktionsstandort. Sämtliche Spielautomaten werden im Werk des Unternehmens in Lübbecke gefertigt, bevor sie exportiert werden. 2025 sollen die ersten Lieferungen zwischen 800 und 1.000 Geräte umfassen, wobei das Unternehmen innerhalb von drei Jahren einen jährlichen Absatz von 5.000 Automaten anstrebt.

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Die Expansion erfolgt nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Merkur verzeichnete 2024 einen Konzernumsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt rund 15.300 Mitarbeiter und ist derzeit vor allem in Deutschland und Großbritannien aktiv.

Um seine Position in den USA zu stärken, übernahm Merkur 2025 Gaming Arts. Laut Vereinbarung übernimmt Gaming Arts die Softwareentwicklung, während Merkur die Hardware stellt. Die Partnerschaft soll den internationalen Umsatz des Unternehmens steigern, der bis 2026 auf 45 Prozent des Gesamtumsatzes wachsen soll.

Merkur sieht sich in der Glücksspielbranche jedoch starker Konkurrenz gegenüber. Der österreichische Mitbewerber Novomatic erzielte 2024 einen Umsatz von 3,45 Milliarden Euro – deutlich mehr als Merkur. Dennoch bleibt das Unternehmen darauf fokussiert, seine Online-Umsätze auszubauen und seine globale Präsenz zu erweitern.

Mit der Nordamerika-Expansion wird Merkur künftig Tausende Spielautomaten jährlich aus seinem deutschen Werk verschiffen. Die Übernahme von Gaming Arts 2025 und die ambitionierten Umsatzziele unterstreichen den Willen des Unternehmens, über Europa hinauszuwachsen. Sollte der Vorstoß gelingen, könnte Merkur seine weltweite Gerätezahl und seinen Marktanteil deutlich steigern.

Quelle