06 May 2026, 03:31

Mega-Razzia des Zolls: 70 Beamte durchsuchen Gastronomie in NRW-Städten

Alte Zigarettenkarte mit einem Schiff auf Wasser und zwei flatternden Flaggen sowie der Aufschrift "Kennedy Bros. Cigarettes".

Mega-Razzia des Zolls: 70 Beamte durchsuchen Gastronomie in NRW-Städten

Großrazzia des Duisburger Zollamts in Duisburg, Oberhausen und Essen

Am 6. Dezember 2024 führte das Zollamt Duisburg eine großangelegte Kontrollaktion in Duisburg, Oberhausen und Essen durch. Mehr als 70 Beamte von Zoll, örtlicher Polizei und kommunalen Behörden beteiligten sich an der Operation, die sich vor allem gegen Gastronomiebetriebe, Kioske und Shisha-Bars richtete. Ziel der Razzia war die Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und illegalem Glücksspiel.

Erstmals unterstützten auch Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) die bundesweiten Maßnahmen. Die Teams durchsuchten zahlreiche Standorte und deckten in mehreren Betrieben Verstöße auf. In einem Café im Stadtteil Marxloh beschlagnahmte die Polizei eine Spielkonsole, die gewerblich und damit illegal genutzt wurde. In Mittelmeiderich sicherten die Behörden einen Spielautomaten mit nicht zugelassener Software.

Die Zollbeamten konzentrierten sich auf Vollstreckungsmaßnahmen, Steueraufsicht und die Bekämpfung illegaler Beschäftigung. Bei den Kontrollen ergaben sich in fast 80 Fällen Unstimmigkeiten, die nun weiter untersucht werden müssen. Die Aktion reiht sich in eine Reihe von verschärften Kontrollen ein: Allein 2023 leitete das Duisburger Zollamt rund 5.900 Ermittlungsverfahren ein, bei denen ein finanzieller Schaden von insgesamt 9 Millionen Euro aufgedeckt wurde.

Die Maßnahmen des Vorjahres führten zudem zu gerichtlich verhängten Geldstrafen von über 1 Million Euro sowie Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren. Die aktuelle Razzia baut auf diesen Erfolgen auf und unterstreicht die strengere Überwachung in der Region.

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Die Operation vom 6. Dezember zeigt, wie konsequent die Behörden gegen Finanz- und Arbeitsrechtsverstöße vorgehen. Mit fast 80 Fällen, die einer vertieften Prüfung bedürfen, ist mit weiteren rechtlichen Schritten zu rechnen. Die Einbindung des BKA deutet darauf hin, dass künftige Kontrollen noch stärker koordiniert und durchgesetzt werden.

Quelle