Madrid verhängt hohe Bußgelder wegen Lärm im Stadion Metropolitano
Felix SchneiderMadrid verhängt hohe Bußgelder wegen Lärm im Stadion Metropolitano
Madrider Behörden gehen gegen Lärmverstöße im Stadion Metropolitano vor
Die Madrider Stadtverwaltung hat 2025 Maßnahmen gegen Lärmüberschreitungen im Stadion Metropolitano ergriffen. Mehrere Veranstaltungen, darunter Großkonzerte, wurden wegen Überschreitung der zulässigen Geräuschpegel mit Bußgeldern belegt. Anwohner in der Nähe der Arena hatten wiederholt über Belästigungen durch die dort stattfindenden Events geklagt.
Der Stadtrat von Madrid führte im Laufe des Jahres 29 Lärmkontrollen im Stadion durch. Bei 14 davon wurden keine Verstöße festgestellt, in vier Fällen jedoch Überschreitungen der Lärmvorschriften bestätigt. Die höchste Strafe traf ein Konzert der Band AC/DC: Für einen „besonders schweren“ Verstoß wurde ein Bußgeld in Höhe von 80.800,80 Euro verhängt. Die städtische Polizei hatte während der nächtlichen Veranstaltung Schallpegel gemessen, die fünf bis zehn Dezibel über dem erlaubten Grenzwert lagen.
Auch andere Veranstaltungen mussten Strafen für Lärmüberschreitungen zahlen. Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem der nächtliche Lärmpegel um vier Dezibel überschritten worden war – ein als „geringfügig“ eingestufter Verstoß. Das Internationale Jugendfußballturnier Madcup erhielt eine Strafe von 180 Euro für eine ähnliche Überschreitung am Tag.
Als Reaktion auf die Beschwerden hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um die Lärmbelastung zu verringern. Dazu gehören die Installation schallabsorbierender Paneele und die Anpassung der Ausrichtung der Beschallungsanlagen. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid untersucht derzeit die Lärmproblematik, während der Bürgerbeauftragte seine eigenen Ermittlungen zu dem Fall eingestellt hat.
Konzerte im Stadion müssen in der Regel um Mitternacht enden, mit wenigen Ausnahmen an Wochenenden und Feiertagen. Die Bußgelder und Untersuchungen zeigen die anhaltenden Bemühungen, den Veranstaltungbetrieb mit den Bedürfnissen der Anwohner in Einklang zu bringen. Die Behörden überwachen die Lärmpegel weiterhin genau, um den geäußerten Bedenken Rechnung zu tragen.






