17 June 2026, 18:38

Machtkampf um Solingens Gräfrather Rathaus: CDU wirft OB Intransparenz vor

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Machtkampf um Solingens Gräfrather Rathaus: CDU wirft OB Intransparenz vor

In Solingen haben sich die Spannungen um die Zukunft des alten Gräfrather Rathauses zugespitzt. Die CDU-Fraktion übt scharfe Kritik an der Amtsführung des Oberbürgermeisters und wirft ihm mangelnde Transparenz sowie die Missachtung offizieller städtischer Gremien vor. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wer über das Schicksal des Gebäudes entscheiden soll und wie die Beschlüsse kommuniziert werden.

Das alte Gräfrather Rathaus befindet sich im Besitz der Stadt, weshalb die Verantwortung für Sanierung oder Erweiterung bei der Kommunalverwaltung liegt. Nach Auffassung der CDU sollten grundlegende Entscheidungen über das Gebäude bei den Ausschüssen des Stadtrats liegen – und nicht bei den dort ansässigen Mieterinstitutionen. Doch die Verwaltung habe diese Gremien laut CDU umgangen und stattdessen andere Gruppen informiert.

Sylvia Schlemper, Sprecherin der CDU-Fraktion, behauptet, sie sei bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit in städtischen Ausschüssen von der Verwaltung behindert worden. Die Fraktion wirft dem Oberbürgermeister zudem vor, offizielle Verfahren nicht zu respektieren und bei der Bearbeitung der Angelegenheit wenig transparent zu agieren.

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Die CDU ruft nun andere Fraktionen dazu auf, sich nicht vom Oberbürgermeister instrumentalisieren zu lassen. Stattdessen fordert sie eine gemeinsame Kontrolle innerhalb des Stadtrats, um eine ordnungsgemäße Verwaltung zu gewährleisten. Gleichzeitig betont die Fraktion ihre eigene gut funktionierende interne Kommunikation und ihr Engagement für die Bürger – ein deutlicher Kontrast zum Vorgehen der Verwaltung.

Zusätzliche Kritik entzündet sich daran, dass der Oberbürgermeister CDU-Vertreter im Aufsichtsrat eines Unternehmens berufen hat, ein Punkt, den die Fraktion genau unter die Lupe nimmt. Der Oberbürgermeister wiederum zeigt sich verärgert über das, was er als unzulässige Einmischung des Stadtrats in seine Amtsführung wahrnimmt.

Die CDU setzt sich weiterhin für mehr Rechenschaftspflicht und die Einhaltung der richtigen Verfahren bei der Behandlung des alten Gräfrather Rathauses ein. Die Warnungen der Fraktion und ihre Appelle an die Einheit der Ratsmitglieder spiegeln ein breiteres Bestreben nach mehr Transparenz wider. Die Stadt bleibt zwar für die Zukunft des Gebäudes verantwortlich, doch der weitere Weg hängt davon ab, wie diese Führungskonflikte gelöst werden.

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