Kplus-Gruppe zieht Neurologie-Antrag zurück – Strategiewechsel nach Abwerbung durch Solinger Klinikum
Felix SchneiderKplus-Gruppe zieht Neurologie-Antrag zurück – Strategiewechsel nach Abwerbung durch Solinger Klinikum
Kplus-Gruppe plant Austritt aus gerichtlich überwachtem Restrukturierungsverfahren Anfang 2024
Die Pläne des Unternehmens erlitten jedoch einen Rückschlag, nachdem das Städtische Klinikum Solingen das neurologische Team der St.-Lukas-Klinik abgeworben hatte. Dieser Schritt zwingt die Kplus-Gruppe nun, ihre Strategie für die Standorte in der Region anzupassen.
Das Städtische Klinikum Solingen hatte kürzlich die gesamte neurologische Abteilung der St.-Lukas-Klinik übernommen. Zum Team gehören über 90 Mitarbeiter, darunter 26 Ärzte und mehr als 60 Pflegefachkräfte. In der Folge traten der Chefarzt und ein Großteil der leitenden medizinischen Mitarbeiter der St.-Lukas-Klinik von ihren Positionen zurück.
Als Reaktion darauf hat die Kplus-Gruppe ihren Antrag auf neurologische Versorgung in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann für das Jahr 2024 zurückgezogen. Das Unternehmen wirft dem Klinikum vor, durch sein Vorgehen unlauter gehandelt und die zukünftigen Geschäftsaktivitäten der Gruppe beeinträchtigt zu haben. Dennoch bleibt der Zeitplan für den Abschluss des Restrukturierungsverfahrens unverändert – die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2024 vorgesehen.
Mit dem Weggang der neurologischen Abteilung passt die Kplus-Gruppe nun ihre Pläne für die Standorte in Hilden und Haan an. Der Restrukturierungsprozess soll wie geplant abgeschlossen werden. Nach dem Rückzug des Antrages auf neurologische Versorgung arbeitet das Unternehmen an einer neuen strategischen Ausrichtung. Der Verlust des Neurologie-Teams führt zu einer Neuausrichtung der regionalen Aktivitäten der Gruppe.






