Kplus Group beantragt Schutzschirmverfahren zur Restrukturierung ihrer Krankenhäuser
Felix SchneiderKplus Group beantragt Schutzschirmverfahren zur Restrukturierung ihrer Krankenhäuser
Die Kplus Group hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft und die Genesis GmbH. Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, will aber einer möglichen Insolvenz im Laufe dieses Jahres vorbeugen.
Der Vorstand leitete das Schutzschirmverfahren ein, um die Finanzlage zu stabilisieren. Dadurch können die Krankenhausbetriebe wie gewohnt weiterlaufen, während gleichzeitig Spielraum für die Prüfung und Neuverhandlung von Verträgen besteht. Die Gehälter der Mitarbeiter werden in dieser Phase für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
Im Rahmen der Restrukturierung soll ein Sanierungskonzept erarbeitet werden, das auch Gespräche mit potenziellen Investoren umfasst. Zudem ist geplant, medizinische Leistungen an den Standorten Haan und Hilden zu bündeln. Fachabteilungen der St.-Lukas-Klinik in Solingen sollen bis Anfang nächsten Jahres dorthin verlegt werden.
Nicht alle Bereiche der Kplus Group sind von den Maßnahmen betroffen: Das St.-Remigius-Krankenhaus in Leverkusen-Opladen, neun Senioreneinrichtungen, medizinische Versorgungszentren, Therapieeinrichtungen sowie das Katholische Bildungszentrum in Haan arbeiten weiter wie gewohnt.
Ziel der Umstrukturierung ist es, die Zukunft der Gruppe zu sichern. Dazu gehören finanzielle Konsolidierung, die Zentralisierung von Dienstleistungen und Investorengespräche. An den nicht betroffenen Standorten und Einrichtungen ändert sich am Betrieb nichts.






