29 June 2026, 22:03

KMU in Solingen kämpfen mit Energiekrise und Fachkräftemangel – was jetzt helfen soll

MIT: Diskussion zum Thema "Wirtschaftskrieg gegen Europa!" im Ebbtron Auditorium in Ohligs

KMU in Solingen kämpfen mit Energiekrise und Fachkräftemangel – was jetzt helfen soll

Die Mittelstands- und Wirtschaftunion (MIT) veranstaltete kürzlich in Solingen eine Konferenz, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu erörtern, vor denen Deutschlands kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen. Zu den Teilnehmenden zählten prominente Persönlichkeiten wie Jürgen Hardt, Bundestagsabgeordneter und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, sowie lokale Wirtschaftsführer und Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Auswirkungen der europäischen Wirtschaftspolitik, insbesondere die Unterbrechung der russischen Gaslieferungen. Jürgen Hardt informierte zudem über die neuesten Erkenntnisse zu den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines und wies auf die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen hin. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, betonte die Dringlichkeit, Lieferketten zu diversifizieren, um die Industrie vor Rohstoffengpässen zu schützen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Teilnehmenden räumten ein, dass die Energiekrise und die steigenden Preise nicht allein auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zurückzuführen seien. Bereits vor dem Konflikt hatte die globale Nachfrage die Kosten in die Höhe getrieben. Henner Pasch, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Solingen, sicherte den betroffenen Unternehmen Unterstützung zu, während Stefan Simmnacher darauf hinwies, dass Unternehmen in Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Strategien entwickeln, um die Krise zu bewältigen.

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Jörg Püttbach, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BIA), forderte eine zügige Umsetzung staatlicher Entlastungsmaßnahmen, um die Betriebe zu stabilisieren und eine Abwanderung der Produktion ins Ausland zu verhindern. Gleichzeitig kritisierte die Runde die bisherigen Bemühungen der Bundesregierung als unzureichend: Die bestehenden Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise reichten angesichts der bevorstehenden Umbrüche im Energiesektor und der anstehenden Herausforderungen nicht aus.

Die Veranstaltung unterstrich den dringenden Handlungsbedarf, um die KMU inmitten anhaltender Belastungen zu stärken – dazu zählen die Folgen der Pandemie, der Fachkräftemangel sowie übermäßige Bürokratie, die weiterhin die wirtschaftliche Basis Deutschlands belasten. Wirtschaftsvertreter und Politiker verließen die Konferenz mit einem klareren Bewusstsein für die notwendigen Schritte, um diese vielschichtigen Krisen zu bewältigen.

Quelle