Klimaziele in Gefahr: Drei Jahre in Folge über 1,5°C Erwärmung
Weltweit steigen Temperaturen seit drei Jahren mehr als 1,5°C über das vorindustrielle Niveau
Dieser Meilenstein fällt zusammen mit dem Treffen von über 6.500 Delegierten aus 186 Ländern in Bonn, wo aktuell die nächste Runde der Klimaverhandlungen stattfindet. Ziel der Gespräche ist es, Regierungen zu schnelleren Maßnahmen zur Erfüllung der Pariser Klimaziele zu drängen.
Das Übereinkommen von Paris soll die globale Erwärmung deutlich unter 2°C halten – idealerweise bei maximal 1,5°C. Anders als verbindliche Verträge schreibt es jedoch keine festen Emissionsziele für einzelne Staaten vor. Stattdessen legen die Länder eigene Klimapläne vor, die sie im Laufe der Zeit nachbessern.
Die USA waren unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump zeitweise aus dem Abkommen ausgetreten, bevor das Land wieder beitrat. Unterdessen haben die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten die Märkte für fossile Brennstoffe durcheinandergebracht, die Kosten in die Höhe getrieben und die wirtschaftliche Instabilität verschärft. Die Abhängigkeit von diesen Energieträgern bindet Länder zudem an schwankende Preise und untergräbt sowohl die Energiesicherheit als auch die politische Unabhängigkeit.
Auf der Bonner Konferenz forderte UN-Klimachef Simon Stiell dringende Fortschritte. Er betonte, dass die Welt ihre Pariser Verpflichtungen vollständig erfüllen und den Umstieg auf saubere Energien beschleunigen müsse. Die Verhandlungen dauern zehn Tage – der Druck wächst, aus Zusagen konkrete Taten werden zu lassen.
An den Bonner Gesprächen nehmen Tausende Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Klimabewegungen teil. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Lücke zwischen den aktuellen Klimapolitiken und den Temperaturzielen des Pariser Abkommens geschlossen werden kann. Gelingt dies, könnte das die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und die mit dem Klimawandel verbundenen wirtschaftlichen Belastungen mildern.






