13 February 2026, 10:02

Kirchenkreis Solingen plant radikale Umstrukturierung seiner Immobilien bis 2035

Eine evangelische Kirche in Bacoor City, Cavite, mit einem Schild, einem Metallzaun, einer Wand, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden, Polen und einem bewölkten Himmel.

Kirchenkreis Solingen plant radikale Umstrukturierung seiner Immobilien bis 2035

Kirchenkreis Solingen präsentiert Pläne für Immobilien – Mitgliederschwund und sinkende Einnahmen erfordern Umstrukturierung

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat erste Pläne für die Zukunft seiner Immobilien vorgestellt, da die Mitgliederzahlen und finanziellen Mittel zurückgehen. Bis Mitte der 2030er-Jahre rechnet man mit einer Halbierung der finanziellen Ressourcen, was schwierige Entscheidungen über die weitere Nutzung der Immobilien erfordert. Eine Arbeitsgruppe hat nun eine dreistufige Strategie erarbeitet, um die Zukunft der Kirchen und Gemeinschaftszentren zu sichern.

Ein siebenköpfiges Team unter der Leitung von Hartmut Hoferichter entwickelte den Nachhaltigkeitsplan. Der Bericht unterteilt die Immobilien in drei Kategorien: solche, die langfristig erhalten bleiben sollen, solche, die einer weiteren Prüfung bedürfen, und solche, die für die kirchliche Nutzung nicht mehr tragfähig sind. Superintendentin Ilka Werner dankte der Gruppe für ihre Arbeit und betonte die Notwendigkeit von Transparenz im gesamten Prozess.

Fünf Gebäude – die Evangelische Kirche Merscheid, die Evangelische Kirche Widdert, die Evangelische Kirche Ketzberg, das Gemeinschaftszentrum Zwinglistraße und die Lutherkirche – sollen mittelfristig nicht weiter betrieben werden. Sieben weitere Immobilien, darunter die Protestantische Stadtkirche Ohligs, die Waldkirche und das Gemeinschaftszentrum Höhscheid, bleiben voraussichtlich über das Jahr 2035 hinaus geöffnet. Über die Zukunft der Stadtkirche Mitte, die aufgrund ihrer zentralen Lage, vielfältigen Funktionen und vollständigen Barrierefreiheit eine besondere Rolle spielt, wurde noch nicht entschieden.

Die rheinische Kirche hat sich zudem verpflichtet, alle ihre Immobilien bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Eine besondere Synode am 14. März 2026 wird die Vorschläge prüfen, allerdings ist noch unklar, ob dann bereits abschließende Beschlüsse gefasst werden.

Der Kirchenkreis steht vor sinkenden Haushaltsmitteln und rückläufigen Mitgliederzahlen bis Mitte der 2030er-Jahre. Einige Immobilien werden geschlossen, andere bleiben geöffnet oder werden weiter geprüft. Die nächsten Schritte hängen von den Beratungen der Synode und der Fähigkeit des Kirchenkreises ab, das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.