Kalkarer Feuerwehr setzt auf Digitalisierung und historische Beförderungen
Charlotte SimonKalkarer Feuerwehr setzt auf Digitalisierung und historische Beförderungen
Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kalkar trafen sich am 25. Oktober 2024 zu ihrer jährlichen Hauptbrandmeister-Dienstbesprechung im Wunderland Kalkar. An dem Treffen nahmen Feuerwehrangehörige ab dem Dienstgrad Hauptbrandmeister teil, außerdem ein Vertreter der Stadt sowie ein Mitglied der Unfallermittlungsgruppe der Polizei Kleve.
Auf der Tagesordnung standen wichtige operationelle Themen. Diskutiert wurden die Wartung von Hydranten sowie ein neues Logistikkonzept für die Fahrzeugbeschaffung. Feuerwehrchef Roland Matenaer gab zudem Beförderungen bekannt: Alexander Weyers, Stephan Angenendt und Jacqueline de Greeff wurden in höhere Dienstgrade versetzt – letztere schrieb dabei Geschichte als erste Frau der Wehr, die es bis zum Hauptbrandmeister gebracht hat.
Im kommenden Jahr wird das Feuerwehrnetzwerk „Feuernetz“ kleinere Aktualisierungen erhalten. Sämtliche Dienstpläne und Termine werden auf digitale Verwaltung umgestellt. Die Feuerwehr investiert weiterhin in die Ausbildung ihrer Kräfte: Kurse in Zugführung, Atemschutz, Gefahrguteinsatz und Drehleiterbedienung gehören zum Programm.
Die Zusammenarbeit mit der polizeilichen Unfallermittlung wurde als unverzichtbar hervorgehoben. Bei Verkehrsunfällen stehe die Rettung und Bergung von Verletzten stets vor der Spurensicherung, betonten die Teilnehmer. Jochen Keßler, Leiter der Klever Einheit, berichtete, dass sein Team im vergangenen Jahr rund 80 schwere Vorfälle bearbeitet habe – darunter schwere Unfälle und illegale Straßenrennen mit Verletzten. In Nordrhein-Westfalen sind 17 solche Spezialeinheiten für komplexe Fälle im Einsatz.
Die Dienstbesprechung unterstrich das Engagement der Feuerwehr für Modernisierung und Kompetenzaufbau. Durch Beförderungen und digitale Neuerungen sollen Effizienz und Einsatzbereitschaft gesteigert werden. Die Kooperation mit den Polizeiermittlern bleibt eine Priorität für eine wirksame Notfallbewältigung.
