28 June 2026, 00:01

Junger Elefant Tsavo stirbt im Wuppertaler Zoo an Wundstarrkrampf

Wuppertal Zoo: Gestorbenes Elefantenbullen Tsavo litt an Tetanus-Infektion

Junger Elefant Tsavo stirbt im Wuppertaler Zoo an Wundstarrkrampf

Tsavo, ein junger Elefantenbulle im Wuppertaler Zoo Grüner Zoo, wurde am 20. November eingeschläfert, nachdem er sich vermutlich mit Wundstarrkrampf infiziert hatte. Die Entscheidung fiel nach einem raschen gesundheitlichen Verfall des Tieres, das unter Appetitlosigkeit und schweren Koordinationsstörungen litt.

Tsavo zeigte zunächst Krankheitsanzeichen wie Muskelkrämpfe und die Unfähigkeit, sich auf den Beinen zu halten. Das tierärztliche Team des Zoos untersuchte seinen Zustand, konnte ihn jedoch nicht stabilisieren. Angesichts der aussichtslosen Prognose entschied man sich für die Euthanasie, um weiteres Leid zu verhindern.

Eine anschließende Obduktion bestätigte Wundstarrkrampf als Todesursache. Die Infektion drang wahrscheinlich über eine verschmutzte Wunde ein, da bereits kleine Verletzungen dem Bakterium Clostridium tetani – das in Erde und Tierkot vorkommt – den Weg in den Körper ebnen können. Einmal im Inneren, verbreiten sich seine Toxine über das Gewebe und den Blutkreislauf, lösen Muskelkrämpfe aus und führen schließlich zur Lähmung.

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Dieser Fall ist der erste dokumentierte und bestätigte Wundstarrkrampf bei einem Afrikanischen Elefanten. Zugleich handelt es sich um den ersten bekannten Fall bei einem Elefanten in Europa überhaupt. Eine Impfung ist der einzige zuverlässige Schutz gegen Wundstarrkrampf, doch derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff für Zoo-Tiere.

Tsavos Tod unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Behandlung von Wundstarrkrampf in Wildtieren. Das Zooteam handelte, nachdem alle Rettungsversuche gescheitert waren. Der Fall bleibt ein seltenes, aber bedeutendes Ereignis in den tiermedizinischen Aufzeichnungen.

Quelle