17 June 2026, 18:25

Innenministerkonferenz blockiert: Keine neuen Regeln gegen Stadiongewalt

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

Innenministerkonferenz blockiert: Keine neuen Regeln gegen Stadiongewalt

Innenministerkonferenz verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz jüngster Vorfälle, darunter die Zwischenfälle beim DFB-Pokalfinale im Mai. Innenminister und Vereine bleiben uneins darüber, wie mit Pyrotechnik und Sicherheitsfragen umgegangen werden soll.

Im Rahmen der Konferenz räumte die IMK-Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ ein, dass Pyrotechnik eine erhebliche Sicherheitsherausforderung in den Stadien darstellt. Dennoch wurde auf einen verschärften Vollzug des bestehenden Verbots verzichtet.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich enttäuscht über die ausbleibenden Fortschritte bei der Bekämpfung von Fußballgewalt. Er kritisierte, dass der Schiedsrichter das Pokalfinale trotz Pyrotechnik-Einsatz nicht abgebrochen habe, und forderte die Vereine auf, ihre Kontrollen zu verschärfen. Zu seinen Vorschlägen gehören Durchsuchungen von Ultra-Fanräumen und -Fahrzeugen sowie ein verstärkter Einsatz von Videoüberwachung.

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Die Innenminister waren sich einig, dass die Vereine ihre Sicherheitschecks verbessern müssten. Die Clubs halten umfassende Kontrollen jedoch für kaum umsetzbar. Die Arbeitsgruppe betonte zwar die Bedeutung konsequenter Sanktionen, räumte aber ein, dass es keine Patentlösung für das Problem gebe.

Die Diskussion über Pyrotechnik wurde nun auf die Herbstkonferenz vertagt. Die IMK bestätigte, dass vorerst keine zusätzlichen Maßnahmen umgesetzt werden.

Damit bleibt die IMK bei weiteren Schritten gegen Pyrotechnik und Stadiongewalt vorerst untätig. Vereine und Minister streiten weiterhin über die Machbarkeit strengerer Kontrollen. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht – mit Änderungen ist vor der nächsten Konferenz nicht zu rechnen.

Quelle