Großrazzia deckt tausende Fälle von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit auf
Felix SchneiderGroßrazzia deckt tausende Fälle von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit auf
Großrazzia gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit bringt tausende Verdachtsfälle ans Licht
Bei einer aktuellen Großoffensive gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit sind in ganz Deutschland tausende mutmaßliche Verstöße aufgedeckt worden. Die Zollbehörden leiteten über 800 Ermittlungsverfahren ein, mit besonderem Fokus auf Branchen wie Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und Fahrdienste.
Die Kontrollen waren Teil einer bundesweiten Aktion unter Leitung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die regelmäßig risikobehaftete Wirtschaftszweige ins Visier nimmt. Bei mehr als 700 Unternehmen wurden die Unterlagen gründlich überprüft. Zudem befragten die Beamten rund 6.500 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen.
Aus den Überprüfungen ergaben sich etwa 1.800 Verdachtsfälle. Fast ein Drittel – rund 600 Fälle – stand im Zusammenhang mit möglichen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz. Die Zollfahnder leiteten daraufhin 460 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, darunter über 90 speziell wegen Mindestlohnverstößen.
Darüber hinaus wurden in etwa 340 Fällen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Dazu zählten 45 Fälle nicht abgeführter Sozialabgaben sowie 150 Fälle, in denen Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis arbeiteten. Nun laufen Nachermittlungen, um die Angabender Beschäftigten mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen abzugleichen.
Constanze Voß, Leiterin der Abteilung Finanzkontrolle bei der FKS, betonte die Bedeutung dieser Kontrollen. Sie verwies darauf, dass der besondere Fokus auf die Einhaltung des Mindestlohns aktuelle und entscheidende Erkenntnisse über Missstände auf dem Arbeitsmarkt liefere.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigungspraktiken in besonders anfälligen Branchen zu bekämpfen. Weitere Überprüfungen sollen sicherstellen, dass Unternehmen die Lohn- und Aufenthaltsbestimmungen einhalten. Die Behörden haben deutlich gemacht, dass Verstöße auch künftig konsequent verfolgt werden.






