Gewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an
Felix SchneiderGewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an
Gewerkschaften kritisieren Crombeen GmbH wegen Arbeitsbedingungen am Düsseldorfer Flughafen
Die Gewerkschaften üben scharfe Kritik an der Crombeen GmbH wegen der Arbeitsbedingungen am Flughafen Düsseldorf. Das familiengeführte Unternehmen mit über 500 Beschäftigten ist für die Reinigung und Wartung von Flugzeugen sowie Bodenfahrzeugen zuständig. Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter werfen dem Betrieb vor, grundlegende Branchenstandards bei Löhnen und Ausstattung nicht einzuhalten.
Crombeen betreut täglich mehr als 400 Flüge und 200 Bodenfahrzeuge für Transportdienstleister. Trotz seiner Größe hält sich das Unternehmen nicht an den allgemein gültigen Tarifvertrag für Gebäudereiniger. Die Beschäftigten erhalten nur 24 statt der üblichen 30 Urlaubstage, und Sonntagszuschläge liegen bei 50 statt der vereinbarten 80 Prozent.
Vertreter der IG BAU Rheinland und des DGB Düsseldorf protestierten am Flughafen. Unter den Parolen „Respekt für Reinigungskräfte“ und „Saubere Arbeit, fairer Lohn“ forderten sie Verbesserungen. Mahir Sahin von der IG BAU betonte, Crombeen müsse sich an die Branchenstandards anpassen. Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Düsseldorf, verlangte einheitliche Regelungen für alle Reinigungsfirmen am Standort.
Das Unternehmen wirbt zwar mit überdurchschnittlichen Löhnen, Nachtschichtzulagen und Fahrtkostenzuschüssen. Doch Mitarbeiter berichten von unzureichenden Umkleideräumen, Pausenbereichen und Sanitäranlagen. Die Kluft zwischen Versprechen und Realität hat den Konflikt weiter angeheizt.
Die Kritik zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Crombeen und seiner Belegschaft. Die Beschäftigten kämpfen weiterhin für bessere Bezahlung, fairere Zuschläge und verbesserte Arbeitsbedingungen. Der Ausgang des Streits könnte Maßstäbe für Reinigungskräfte am Düsseldorfer Flughafen setzen.






